Ökumenisches Pfarrfest

Von einem gemeinsamen Netz mit vielen bunten Fischen, Tanz und Gesang und einem katholischen Nusskuchen!!!

Wastels Gedanken zum ökumenischen Pfarrfest am 22. 6. 2008 auf dem Rathausplatz.

 Schon in aller Früh lacht de Sonn von einem wolkenlosen Himmel. Sonntag is es, aber wennst da an Ruhe und Beschaulichkeit denkst, Fehlanzeige!

Mit dem Ausschlafen war es nix und so bin i aufgestanden und hab im Pfarrhof nachgeschaut, wer da scho in aller Früh umananda rumort.

Da Bäcka is scho dagewesen und hat an Haufen Brot und Semmeln gebracht. Im Pfarrsaal kontrolliert die  Margarete nach, ob sie a alles eingekauft hat, was gebraucht wird und hat dabei scho leicht des Schwitzen angefangen, denn vor de großen Feste is sie immer a wengerl nervös. Na ja, de Jüngste is sie halt a nimmer! Recht tatendurstig san mehrere gestandene Mannsbilder auf der Bildfläche erschienen und unsa Herr Pfarrer und Dekan ist mit einem großen Zettel aufgetaucht, zwecks da Logistik, des is de Arbeitsgruppn, die schaut, dass alles auf den richtigen Platz kommt --- oder a net???

Der Herr Trapsel sen. hat derweil dene zwoa schwindsüchtigen Kübelpflanzen an Eimer voll Wasser gebracht , de seit neiesten vor unsera Kirch stehen.

 Auf dem Stadtplatz san  die ersten Bierzeltgarnituren eingetroffen und da Herr Licinac - der Hauptkoordinator der evangelischen Schwesterngemeinde – mit seiner Hilfstruppe war damit beschäftigt  die Tische und Bänke herumzuschleppen, denn man war sich net ganz einig, was jetzt in welche Richtung getragen werden soll.

Nach einem kleineren Disput hat dann der Stadtplatz allmählich des gewünschte Gesicht bekommen.

Auf da oana Seitn de Bühne, die als Altar für den gemeinsamen Gottesdienst dienen sollte und später für die geplanten Unterhaltungsbeiträge und die Bänke für de erwarteten Besucher.

Vor dem Rathaus hat de sogenannte Verpflegungsmeile ihre Zelta aufgeschlagen mit Grillstation, Getränkeverkauf, Minigoulaschkanone, Würstlstandl und großem Kuchenbüffet.

 Von beiden Seiten des Stadtplatzes ham de tüchtigen Kuchenspenderinnen Blechkuacha angeschleppt, oana schena wia der andere. Sie san halt allweil da, wenn die pfarrlichen Hilferufe ertönen. Auf de Madel kannst du dich immer verlassen!

Ganz vorn ham die Damen von da Kasse ihren Platz bekommen, als sogenanntes ökumenisches Dreigestirn. De Frau Schatz hat des Wechselgeld verteilt, was de zwoa anderen Damen auf formvollendeten Formularen unterschriftlich bestätigen mussten. Sie hat gemeint: “Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“ Womit sie scho a wengerl recht hat!

Gleich daneben hat der Chefkoordinator, der Kauer Helmut, sein Spülmobil aufgebaut und somit war a für de Sauberkeit bestens gesorgt.

In der Zwischenzeit is de „Sansibar“ von unserer Jugend auch auf Ihrem Platz gestanden und de Madl und Buam ham de ersten alkoholfreien Cocktails ausprobiert, de bei dem hoasn Wetter auch im Verlauf des Festes viele Liebhaber gefunden haben.

Jetzt wars scho Zehne und die Glocken der beiden Kirchen ham zum ökumenischen Gottesdienst gerufen. Die Texte der gemeinsamen Feier warn glaub i sehr gut gewählt, vom großen Menschenfischer und dem Netz, das uns alle gemeinsam auffängt, hams verzählt und des Vater unser hat uns wieder einmal bewusst gemacht, dass unsa Himmivater für uns alle da is.

Nach dem Schlusslied sans scho alle recht hungrig gewesen und de Damen von da Kasse ham enane Bons garnet schnell genug verkaufen können. I war unterm Kassentisch gesessen und dabei is mir aufgefallen, dass de Leit bewusst zu ihrer „Fakultät“ zum Zahlen gegangen sind.

Ökumene??????

Ein echter Renner waren die Grillspezialitäten und natürlich die Getränke, da hat die Firma Klück noch aushelfen müssen, denn Wasser war äußerst gefragt!

Die Temperaturen lagen nun bei 32 Grad  und auf dem Stadtplatz herrschte brütende Hitze. Gar mancher Gast dachte wohl jetzt an die kühle, Schatten spendende Kastanienallee vergangener Tage.

 

An den Verkaufsständen wurde mit vollem Einsatz geschuftet und als die meisten Gäste satt und zufrieden waren, freuten sie sich an dem bunten Programm, das dann geboten wurde. Den Anfang machte das Akkordeon-Orchester der Musikschule, die Chorgruppe Hoffnung, die zünftige Tanzeinlage der Kindergruppe vom Trachtenverein Traunwalchen, de Kinder muast nur anschaun, dann freust di scho!

 

Viel Temprament gabs bei der Kroatischen Tanzgruppe, den CheekyGirls und der Gruppe Allegro zu sehen und zu hören. Ganz schee hat a der Traunwalchner Jugendchor und der gemeinsame Chor von da Monika Jungböck gesungen. Die Gruppe Allegro „Schwarz-Weiß , Allegro Marine und Allegro modern, sowie die philippinische Tanzgruppe , und der  Sporttanz, warn eine echte „Schau“.

De Kinder ham sich mit Schminken und Pflastermalen unterhalten und die älteren Semester haben unter den aufgestellten Sonnenschirmen nach Schatten gesucht.

Gegen 16 Uhr war dann das Hauptprogramm zu Ende und an der Verpflegungsmeile wurde mit dem Aufräumen begonnen. Im Reinigungsbereich herrschte reger Betrieb und sogar die Herren standen mit Geschirrtücher bewaffnet tapfer ihren Mann!

Beim Nachzählen von de Sachan vom Geschirrmobil hat a Teller gefehlt und zwoa Besteckbehälter. Auch a paar Glaseln ham den Betrieb net überlebt, also recht geringe Verluste, de zum verkraften san. Mit vereinten Kräften wurde der Stadtplatz wieder in seinen Urzustand zurückversetzt. Ein gelungenes Fest hat sein Ende gefunden. 

Der Pater Augustin hat de Kasse im Pfarrhaussafe eingesperrt. Die Einnahmen wurden am nächsten Tag „ökumenisch“ gezählt und der Gewinn brüderlich geteilt und für die jeweiligen Kindergärten verwendet.

Im Gedächtnis bleiben wird mir sicher ein besonderes Erlebnis am Rande!

Das Kuchenbüffet war am Ende fast leer geräumt. Nur ein schöner, schokoladenüberzogener Sandkuchen war noch übrig geblieben. Dieser wurde an ein Mädel von der Kirche mit dem Campanile mit dem Hinweis übergeben „ das ist ein katholischer Sandkuchen, den müsst ihr mitnehmen!“

Ökumene  ------------ i glaub, a bißerl ham ma da noch hin, aber wir san auf einem guten Weg und des is ja a scho was, gell!

Mit freindlichen Grissen

Euer

Wastl – Kirchenmaus daselbst.

 


Akkordeon-Orchester der Musikschule

Trachtenverein Traunwalchen

Chorgruppe Hoffnung

Kroatische Tanzgruppe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Traunwalchner Jugend

Gemeinsamer Chor

Allegro - "Schwarz-Weiß"

Cheeky Girls - Discotanz

Philipinische Tranzgruppe

Allegro - Marine

CheekyGirls - Puppentanz

Allegro - Modern