An "Kas-Kuacha" ganz warm aus dem Ofen

Kirchenmaus Wastl erzählt vom Osterbazar 2007

Wie in jedem Jahr, so war auch heuer wieder der Osterbazar in unserem Pfarrsaal a echt coole Sach´, wia ma als moderner Mäuserich zu sagen pflegt.

Vierzehn Tag´ lang ham die Bastelmädels gebunden, gelötet und gesteckt. De Palmkatzl für die Buschn san a echtes Problem gewesen, denn die haben sie schon 6 Wochen vorher schneiden müssen, weil sie heuer so früh zum Blühen angefangen haben. Wie es dann so weit war, dass mas braucht hot, do sans schon ganz dürr gewesen. Aber unsere Mädel bringen a mit dürre Katzl was Gescheites zamma!

Für den Friedhof hats heuer auch Schalen und Mooskreuze gegeben, ganz was Neues! Aber es is alles verkauft worn! Unser Mesner hat Zwergerl aus Holz gesagelt(gesägt), die ganz schnell ihre Liebhaber gefunden haben.

Der Anderl hat in seiner Schreinerei gewerkelt wie a Wuida(Wilder) und hat Bankerl und Stühlchen für die Kleinsten zammageschreinert und zum Verkauf gespendet.

Die Regina hat schwebende Kreationen erfunden, Biberl(Kücken), Dekoeier, Puppen, selbstgemachte Marmalad(Konfitüre) und Likör hats zum Kaufen gegeben.

Recht guat ham mir a die Gestecke und die Türkranzl gefallen. Ja, für echte Floristen sans a scharfe Konkurrenz, unsere Madl!

Da Herr Dekan und Pfarrer, unser Thomas is dann am ersten Bazartag mit seinem Weihwasserkübi kemma und hat den Segen von unserem Herrgott für den Bazar und seine Leit erbeten. Nach dem gemeinsamen Vater unser is er mit dem Weihwassersprengel umanandaganga(umhergegangen) und hat alle Produkte besprengt.

Des macht ihm allaweil a besondere Freid, besonders in der Osternacht. Da kanns dann scho passiern, dass dir des Wasser bei der Nasn obi lauft.

I hab mi diesmal bei der Weihe hinter einem großen Schmuckei versteckt, aber des hat mir garnix geholfen. Mei neuer Frühjahrspelz war tropfat nass, sodass i mi dann zum trocknen unter die Heizung hocka müssen hab!

Mei, und dann san unsere treuen Kuchenspenderinnen, eine nach der anderen, kemma und i kann eich sagen, Sachen ham die mitgebracht, einmalig!!!! Kaskuacha frisch aus dem Ofen, Torten in allen Variationen, Blechkuacha wie ihn die Oma immer gebacken hat usw. usw…

Mir is gleich des Wasser im Mund zamma gelaufen und i hab mi schnell hinter die Kuchentheke verdruckt, denn da fällt immer was ab!

Eine Kuppeltorte hat der Helga dann einige Probleme bereitet und zwar mit dem Aufschneiden. Der Thomas hat sie gefragt, ob er ihr sein japanisches Messer bringen soll(des hab i a net gewusst, dass es so a Messer gibt). Er hats aber dann vergessen und letztendlich is de Helga a ohne japanisches Messer mit dera Torten fertig worn.

Zum Mittagessen gab es für die Akteure a guade Hennasuppn und zusammen mit unserem Herrn Pfarrer und dem Pater Augustin warn ma a nette unterhaltliche Tischgemeinschaft. A besondere Freid ham ma gehabt, weil unser Rosa nun doch noch zu uns gekommen ist. Denn ein Bazar ohne unser Rosa, des war wie eine Suppn ohne Salz.

Die Resi hat in der Küche für Ordnung und Sauberkeit gesorgt und i kann eich sagen, die nimmt es mächtig genau. Sie wascht und poliert, dass alles nur so blitzt und es is schwer für an oiden(alten) Mäuserich a paar Brösel auf dem Boden zu finden.

Den guaden Kaffee aus dem „Eine Welt Laden“ hat die Anna gekocht und schön langsam san unsere Gäste zum Kaffeetrinken auch gekommen.

Freilich war der Ansturm am Samstag ziemlich ruhig und de Margarete hat immer wieder in ihra Kass´ geschaut, weil’s da drinnen absolut net mehra werden wollte.

Aber wia mir mei evangelischer Freind der Martl gesagt hat, ham de am selben Tag a ein Kaffeekranzl veranstaltet und des hat uns natürlich Kundschaft gekostet.

Fürs nächste Mal wärs vielleicht praktisch, wenn ma des besser ausmacha tat(oder auf hochdeutsch, koordinieren). Es hot aber a treue Kunden gegeben, de glei zweimal zum Kaffee trinken gegangen sind und des hab i pfundig gefunden!

Am 2. Bazartag, dem Sonntag, ist des Geschäft dann prima gegangen. Die Verkaufsstände mit den Gestecken und Kranzln ham sich allmählich geleert und die Christl is laufend in den Keller obi g´rennt zum nachbinden.

Auch das „Kaffeehaus“ hat sich prima gefüllt und viele Leit ham sich Kucha mitgenommen und immer wieder is gesagt worn, dass de Kuacha einfach ganz toll schmecken. A Kompliment, das ich hiermit an unsere unermüdlichen Kuchenspenderinnen weiter geben möchte.

Desmal hat es zum Mittagessen a Lammsuppe von der Regina gegeben. Die hat so gut geschmeckt, dass sie glei nach dem Rezept gefragt wurde. Dazu muss ich eich sagen, dass der Mann von der Regina immer des Lamm für das Paschamahl zubereitet, und so hat uns die Regina folgendes Rezept erklärt: „Alle Abfälle vom Braten, de Bene, den Hals, die Knochn und viel Gemise, alles in enen Topp, dazu Gewürze, gut durchkochen, fertig!“ I bin unterm Tisch gehockt und hab mir den Bauch gehalten vor lauter Lachen, denn i hab festgestellt, unsere Mädels können net nur guat basteln, sondern san auch ein eigenes, kleines Abfallverwertungs-unternehmen.

Ja, so ist unsere Regina - immer für eine Überraschung gut!

Am Nachmittag sind dann auch wieder die zwei sehr lieben Damen gekommen, die bei jedem Bazar einen größeren Geldschein abgeben und dafür nur zwei Stückerl Kuchen mitnehmen.

Gegen 17 Uhr war die Kuchentheke leergefegt  und die Bastelmädels konnten sich auch hier über ein gutes Ergebnis freuen.

An dieser Stelle möchte ich allen Besuchern, Spendern und Kunden des Bazars für die Treue und Hilfsbereitschaft danken, die sie uns Jahr für Jahr zu Teil werden lassen.

Nur weil Sie uns helfen, können wir Hilfe weitergeben!

Mit einem herzlichen „Vergelt`s Gott „ und bleibt`s ma g`sund!

Euer Wastl

Kirchenmaus daselbst.

Margarete Auer