Schau ma amoi nach, was alles gewesen ist
im Jahr 2008…..!

 

Da Wastl sinniert über das Jahr 2008 in unserer Pfarrei!!!!!

Es war a richtig grauer Novembertag. Draußen hat der Wind ums Haus gepfiffen und in meiner Wohnung unterm Beichtstuhl war’s warm und gemütlich. Grad die richtigen Voraussetzungen um in meinem Kalender zu bladdeln(blättern) und nachzuschaun, was sich in de vergangenen Monate so alles ereignet hat.

Beim Nachdenka wer i zuerst scho recht traurig, denn unser Pfarrgemeinde hot in dem Jahr viermal von einem Menschen Abschied nehma müssn, der für die Allgemeinheit und für uns Pfarrkinder im besonderen, ziemlich vui getan hat. I denk da an de Frau Jahner, die Hanni Traspel, den Franz Frodl und den Franz Pimeisl. De Viere ham eana Tagwerk beendet und san jetzt bei unserem Herrgott, aber in unserer Erinnerung da leben s´ bei uns weiter! Darum halt ma jetzt e wengerl stad und schicken de Viere a paar guate Gedanken!

Guat, so fang ma jetzt o und schaun retour ……………

Monat Januar 2008

Kalt war’s, aber da Schnee war wenig, so dass der Altmann Schorschi desmal keine Probleme mit der Trennung von Pfarrei- und Stadtschnee gehabt hat.

Die Aktion „Platz schaffen hilft“ is in die heiße Phase gegangen. Da host des Zeig, wast nimma braucht hast, da goodsellers GmbH melden kenna und de hot de Sachan dann abgeholt, fotografiert und ins Internet gestellt. Sogar unsa Bürgermoasta hot a paar Münzen aus seiner Sammlung gespendet und so is a ganz nettes Sümmchen zamma kemma, des dann bei der Sanierung des Kirchendaches und des Pfarrheimdaches eingesetzt worden is.

Am 17.1. hot de Kirchenverwaltung das erste Mal getagt. Da is dann um so wichtige Sachan wia de „Grunddienstbarkeit vom Sickerschacht“ – was des sei soll hab i allerdings net ganz verstanden – de Energieberatung fürs Pfarrheim, und de Probleme mit dem Fluchtweg, ganga. Aber ma muas ja schließlich net alles verstehn, was de Herren so diskutiern!

Februar 2008

Der Fasching war sehr kurz, aber unsere Gaudispezialisten ham wieda einen pfundigen Ball organisiert unter dem Motto „alle Völker dabei“. Unser Herr Dekan hat als italienischer Harlekin den Ball eröffnet und ganze Völkerscharen san daherkemma. Da gab’s Hexen, Köch´, Matrosen, an Mullah, an Haufa Knackis aus dem bayrischen Knast, an runden Cäsar und a attraktive Cleopatra. Des internationale Männerballett „de Pfarrnarrischen“ is graziös durch den Pfarrsaal geschwebt. Desmoi warn die Herren keine Damen, aber auch keine Herren, was imma des a hoassn mog! Unser Thomas hat sich wida als äußerst flotter Tänzer erwiesen und i frag mi, gibt’s überhaupt a Parkett, auf dem sich unser Pfarrer net bewegen kann?

Bei der Fastenpredigt in der Sportplatzgaststätte war dann der Saal mit 270 Gästen total überfüllt, denn als Bruder Thomas war unser Pfarrer wieda amoi unschlagbar. Er hot de Großkopferten von der Stadtverwaltung und deren Aktivitäten richtig auf die Schippe genommen. Unter anderem die Grabungen für die Fernheizung, die, so hat er erklärt, in Wirklichkeit die Vorboten einer Traunreuter U-Bahn wären. So is der Pfarrer, der ja ohnehin schon so mager ist, fast verhungert, weil er vom Pfarrhaus zum Aldi über Altenmarkt fahren musste, oder nach Traunstein mit dem Zug.

Und scho warn ma mittendrin in der Fastenzeit!!!!

Eine gemeinsame Gebetswoche für die Einheit der Christen war dann ein großes Anliegen sowohl für die evangelische, vertreten durch Herrn Pfarrer Maier, als auch für die katholische Gemeinde, vertreten durch Herrn Pfarrer Schlichting. Zusammen ham sie die hl. Messe gefeiert, zwar jeder in seiner Kirch, aber mit den gleichen Texten und Liedern.

An Maria Lichtmess is unser neuer Erzbischof, der Dr. Reinhard Marx, in sein Amt eingeführt worden. Bei der Feier wär i a gern dabei gewesen, aber so kloane Mäus wie i ham da keinen Zutritt nicht.

Da Chef vom Pfarrgemeinderat is in dera Zeit der Christian Grill gewesen, da die Margarete zum Haxnrepariern nach Harthausen ins Krankahaus müssen hot. Und da hab i feststellen können, dass er seine Sach recht guat gemacht hat und sich die Margarete koane Sorgen um einen eventuellen Nachfolger machen muss. Bei der heiligen Firmung hat er sich beim Bischof zwar recht leise bedankt, aber der hohe Herr war zufrieden und mit der Zeit lernt er des lauter Reden a no.

Ein Fastentuch, von 15 Schülern aus dem Leistungskurs gestaltet, is bis zur Osternacht im Altarraum von unserer Kirch gehangen. Auf dunklen und hellen Grund wurden Gedanken wie Sucht, Arroganz, Gewalt, Egoismus, aber auch Toleranz, Optimismus, Gemeinschaft und Freiheit aufgearbeitet. Mir war des Tuch fast a bissel zu dunkel, denn düstere Sachan schlagn mir gleich aufs Gemüt!

Monat März 2008

Der März war in dem Jahr ziemlich feucht und nass und am Palmsonntag hat sich des Weda(Wetter) net von der besten Seite gezeigt. Die Palmsonntag-Prozession hams in der Kirch abhalten müssen, weil’s so geschüttet hat. Aber da Mesner hat gescheit eingeheizt und a mit dem Weihrauch hams net gespart, so dass der, dem es trotzdem noch zu kalt war, vom Weihrauch so betäubt gewesen ist, dass er nicht gespannt hätt, wenn er friert. Irgend a gescheiter Mo(Mann) hat amoi gesagt, dass Religion Opium für das Volk ist, bei uns machans des mit dem Weihrauch, des is billiger!

Dem Bazar hat des greislige Weda nix ausgemacht. Es warn aber a wunderschöne Sachan, de unsere Basteldamen wieda fabriziert ham. Und a der Seehuber Anderl hat mit seine Holzsachan ganz wesentlich zu dem guaten Kassenstand beigetragen. Und natürlich unsere Kuchenspenderinnen! Da war des ganze Büffet bald leer und i hab schaun müssen, dass i no a paar Bröckerl erwisch. Beim Mittagessen hat de Regina wieder für allgemeine Erheiterung gesorgt, weil’s uns an Witz von „driben“ verzählt hat. Und der geht folgendermaßen: „Zwe Polizeibeamte finden enen Toten vorm Gymnasium. Beim Schreiben vom Dienstprotokoll ham se Schwierichkeiten mit dem Wort Gymnasium gehabt. No, meinte da der ene Polizist zum andern, weste was, den pack ma bei de Beene und ziehn ihn vor die Post!“

Vom Padre Martin Schlachtbauer san liabe und guate Wünsche zum Osterfest kemma und er hat sich a in der Zeitung für die Traunreuter Unterstützung seiner Sozialprojekte bedankt.

Die Feier der Auferstehung war wieder wunderschön und befreiend. Wenn die Glocken läuten und die Orgel jubelt, dann ist der Kummer vergessen. Unser Heiland ist auferstanden und das Leben geht unendlich weiter.

A bei der Kolpingfamilie hots im März ein lustiges Ereignis gegeben. Nach dem Emmausgang am Ostermontag wollten die Teilnehmer des kloane Kircherl in Oberweißenkirchen besichtigen und als besonderes Highlight hat der Herr Reiter eine sachkundige Führung bestellt. Wia de Leit dann hi kemma san, war des Kircherl zwar offen, aber von an Führer oder einer Führerin war weit und breit nichts zu sehen. Nach Rückfragen per Handy stellte sich heraus, dass unser guter Herr Diakon die Führung für den Pfingstmontag bestellt hatte. Zum Glück hat er bei der Bestellung beim Michlwirt den richtigen Termin erwischt, sonst hätten die Emmausgänger völlig entkräftet und ohne Stärkung den Heimweg antreten müssen.

Monat April 2008

Am Georgiritt in Stein/St. Georgen haben bei herrlichstem Frühlingswetter 245 Rösser mit ihren Reitern teilgenommen. Mittendrin hoch zu Ross a unser Thomas. Auf einmal hot er auf seinem Ross ziemlich gewackelt und dann hat’s ihn doch glatt obigehaut. Mir is der Schrecken in alle Glieder gefahren und a de Zuschauer ham direkt den Schnaufer (Atem) angehalten. Net so unser Thomas! Der hat gegrinst, sich a wengerl abgebeutelt und is wieda auf den Gaul aufi gekrackselt.

Ja, so schnell haut unseren Dekan eben nix um!!!

Da Herr Reiter hat dann bei der nächsten Kolpingsitzung verkündet, dass er sechs Wocha zur Kur nach Bad Sägeberg geht. Dort werd er sich dann bei den Karl May Festspielen als Indianer schulen lassen, damit der Pfarrer bei eam Reitunterricht nemma ko und net wieda beim Georgiritt vom Gaul fallt.

Der A-cappella-Chor „Al Dente“ is am 18.4. im Pfarrsaal zu Gast gewesen und hat seine zahlreichen Zuhörer in richtige Begeisterung versetzt. In der Pause san die Gäste von unserer Jugend professionell bewirtet worn. Der Erlös warn stattliche 1470 Euro die dem Padre Schlachtbauer für sein Christliches Zentrum Madre de la Esperanza zugeschickt wurden.

Monat Mai 2008

Mit 52 Kindern ha ma dann an Christi Himmelfahrt die erste heilige Kommunion gefeiert. Die Kommunionmütter und unser Geistlichkeit haben die Kinder sieben Monate auf den großen Tag vorbereitet und so is es ein wunderschönes Fest für die ganze Gemeinde geworden.

Am 8. Mai is der Pfarrgemeinderat zamma komma und da hams dann einen riesigen Arbeitskreis für das geplante Ökumenische Pfarrfest gegründet. A des vergangene Osterfest is besprochen worn und da hat die Frau Woski gemeint, dass ma des Schmuckband in unserer Kirch unbedingt putzen müsste weil’s scho ziemlich dreckat ausschaut. So richtig mit Ata abschrubben, dann wers wieder sauber. Unser Thomas hat dazu allerdings so seine Bedenken geäußert. Er hat gemoant, nach dera Aktion wern die Bastelfrauen evtl. vom Denkmalpfleger gesteinigt und des kann er auf keinen Fall zulassen.

Am 10. und 11 Mai ham ma des Fest vom heiligen Geist gefeiert. Unser Kirch war, wie allerweil, sehr festlich geschmückt und a unsere Geistlichkeit hat eine recht erbauliche Predigt gehalten. Und weil des Pfingstfest desmal mit dem Muttertag zusammengefallen ist, haben unsere jungen Leut die Idee gehabt, nach der 10.30 Uhr-Messe jeder Mama oder a de Omas, einfach an alle Frauen, eine Rose zu überreichen. Und die Mütter, Omas und Tanten hast es angekannt, dass sie sich riesig darüber gefreut haben.

In der Woch drauf hat dann die Kirchenverwaltung wieder getagt und a Menge Zeig is auf der Tagesordnung gestanden. Vom Ausbau Rathausplatz, über den Erdgasvertrag und was in de Kindergärten alles gerichtet und angeschafft werden muss. Für die Kindergartenküch hams ein neues Telefon gebraucht und da wars wieda amoi guat, dass de Pfarrei ihre eigenen Telekomspezialisten – den Traspel Rudi und den Grill Wolfgang – hat. Was de zwoa anpacken hat Hand und Fuaß und ganz wichtig, es kost nix!!!

Grinsen hab i dann müssen, wie des Gespräch auf den hl. Nepomuk kemma is, an dem der Zahn der Zeit schon ziemlich genagt hat. Unter anderem is folgender Vorschlag laut geworden. „Stelln ma ihn halt zum WC, da is es schee feicht(feucht) und er is schneller kaputt. Aber in der Zwischenzeit hams a andere Lösung gefunden. Jetzt wollns den lieben Nepomuk wieda a wengerl auffrisieren und da Schreckenbauer soll eam a bissel anpinseln, des is scho entschieden humaner.

De Kolpingfamilie hat am 20. Mai eine neue Vorstandschaft gewählt. Die Chefetage is komplett neu besetzt worn und zwar mit dem Dieter Eibl als ersten Vorsitzenden und sei Stellvertreter is der Peter Huber. Alle zwoa san recht umgängliche Zeitgenossen, de eine Menge kompetentes Wissen mitbringa.

Monat Juni 2008

Mittlerweile san die Vorbereitungen für des ökumenische Glaubensfest in die heiße Phase gegangen. Es hat eine Logistikgruppe, a Gottendienstvorbereitungsgruppe, a Kinderprogramm- und a Rahmenprogrammgruppe, sowie eine Gastrogruppe gegeben. Nach dem Motto „wenn man nicht mehr weiter weiß, dann gründet man einen Arbeitskreis!“ Aber desmal war des net so! A jeder von dene Arbeitskreise hat sein Bestes gegeben und so is es ein schönes, gemeinsames Fest geworden. Beim Schmücken der Kirch für den Festtag hat sich dann aber die Regina richtig ärgern müssen. Wia öfters bei großen Ereignissen war unser Schreckenbauer im Urlaub und die Regina hat sich die Kerzenleuchter ausgesucht, die grad in greifbarer Nähe waren. Nach der Mesnerrückkehr hat es einen stärkeren Rüffler von demselben gegeben, denn der Mesner war der Ansicht, dass des net die richtigen Leuchter waren. Da is der Regina der Kragen geplatzt und sie hat ziemliche erbost unseren Schreckenbauer gefragt – ich zitiere wörtlich „wo hätt ich denn suchen sollen, nach den Scheißdinger!“   

Beim Fest selber warn die Akteure allerdings etwas enttäuscht, weil die Beteiligung nicht all zu groß war. Aber der Petrus hats an diesem Tag mit der Sonn zu guat gemeint und dem Herrn Bürgermeister seine Weltraumschirme geben eben so gut wie keinen Schatten nicht, so dass mancher lieber ins Schwimmbad gegangen is, als auf dem Stadtplatz gegrillt zu werden.

Am 21.6. war zum ersten Mal der Musiksommer zwischen Inn und Salzach in unserem Gotteshaus zu Gast. Die De Arcis-Vokalisten aus München waren unter anderem dabei und die ham sehr gut und schwungvoll gesungen und a no recht fesch ausgeschaut. De drei a Kapella-Chorsätze vom Felix Mendelsohn Bartholdy san mit begeistertem Applaus belohnt worn. Zwischendurch hat’s ma dann amoi net so guat gefallen, denn de ganze Musi is düster und trocken worn, aber vielleicht hat mir als einfache Kirchenmaus nur das nötige Kunstverständnis gefehlt.

Am 24.6. is dann der neu gewählte Kolpingvorstand zu seiner ersten gemeinsamen Sitzung zusammen gekommen. Nach so wichtigen Themen, wie die Vorbereitungen zur Aktion „Junge Leute helfen“, um die sich unser Leo Wurm immer besonders bemüht, den Vorbereitungen der 25-Jahrfeier im Jahr 2009 und der Meldungen des neuen Vorstandes nach Köln, die die Frau Schindler korrekt erledigt, gab es unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ wieda amoi für mi was zum grinsen. So fragt da neie Vorstand, wer aus der Runde die Zeitschrift „Idee und Tat“ zugeschickt bekommen will. Antwort Diakon Reiter: „De brauch i net, i hab selbst Ideen!“. Anschließend verkündet der erste Vorstand entsetzt, dass er die gelben Schmuckschleifen für Fronleichnam aus dem Müll retten musste. Antwort Pfarrer Thomas: „Alles was älter is wia drei Jahr, muss zum Müll!“ Na, hoffentlich gilt das nur für die Schmuckschleifen!

Richtig aufregend is es am 26. Juni in unserer Pfarrei worn, wia es geheißen hat, der Herr Erzbischof Dr. Rainer Marx kommt auf Besuch. Mesner und Hausmeister warn am fegen, putzen und hämmern und unsere Floristinnen ham unser Gotteshaus in einen märchenhaften Zustand versetzt. Unser Chorleiter Mitterreiter hat seine Choristen zu Höchstleistungen aufgebaut. Aus dem ganzen Dekanat is die hohe Geistlichkeit angereist, nur unser Thomas war die Ruhe in Personen, oder hat des nur so ausgeschaut? Aber i glab, der schöpft sei Rua aus dem Bewusstsein, dass er sich auf seine aktiven Leut einfach verlassen kann.

Beim feierlichen Pontifikalamt is ma sich vorkemma, wia in einem großen Dom! De Orgel hat gejubelt und die Singstimmen …… ma möchts net glauben, was da drinnsteckt!

Mit seiner Ansprache hat unser Erzbischof im Nu die Herzen der Zuhörer erobert. Ma hot bei eam des Gefühl, er steht mit beiden Beinen in der Zeit und woas von was er redet.

Im Anschluss an den offiziellen Teil hat unser Pfarrer a paar geistliche Herren mit dem Erzbischof zu einer kleinen Brotzeit in das Pfarrhaus eingeladen. Die Bewirtungsvorbereitungen hat die Margarete übernommen. Es wern wohl ca. 10 Leut wern – so hat der Herr Pfarrer gemeint. Von Haus aus bei Mengenangaben von geistlichen Personen äußerst misstrauisch, hat die Margarete Lebensmittel für 15 Personen eingeplant und a den Tisch entsprechend eingedeckt. Tatsächlich warn es dann 17 Gäste! Ja, ja, mit der Planung ham ses halt garnet, die geistlichen Herrn!

Übrigens, der Obatzde hat dem Herrn Erzbischof ganz besonders gemundet. Der woas eben was guat und nahrhaft is!

Monat Juli 2008

Glei am Monatsanfang ham wir uns über einen mittlerweile schon vertrauten Besuch aus dem krisengeschüttelten Simbabwe gefreut. Bei der Familie Marquardt hat die Schwester de Pace liebevolle Aufnahme gefunden und sie hat sich bei einem gemütlichen Beisammensein im Pfarrsaal und jeweils nach den heiligen Messen für die zahlreichen Spenden bedankt, die sie regelmäßig aus Traunreut erhält. Es ist immer wieder erstaunlich, mit wieviel Gottvertrauen und Zuversicht diese kleine Frau ihren Dienst am Nächsten meistert. Da muss ma schon wirklich sag’n alle Achtung!

Alle Achtung aber a an unsere Bastelmädels für ihr unverdrossenes Werkeln für die gute Sache. Dem Herrn Marquardt und seiner Frau für des Packeln und transportieren von mehreren hundert Bananenschachteln mit gespendeten Sachen des ganze Jahr über und nicht zuletzt für die unermüdliche Spendenbereitschaft unserer Pfarrangehörigen.

Am 8.7. san die Manner und Damen von der Kirchenverwaltung wieda zusammen gesessen. Desmal warns besonders fleißig und ham insgesamt 13 Beschlüsse gefasst und schriftlich dokumentiert. Und bei soviel Kopfarbeit da wird ma manchmal eben ein Bisserl müd, zumal ma ja einen arbeitsreichen Tag bereits hinter sich gebracht hat. So ist es an diesem Tag dem Huber Peter gegangen. Wia alles schon fertig beschlossen war hat er ganz versonnen umananda geschaut und hat gemeint: „Was ham ma denn jetzt eigentlich scho beschlossen?“ I hab mir von meinem Kollegen im Parlament in München sagen lassen, dass es sogar oft de Herrn Abgeordneten so geht, obwohl de an ganzen Tag nix anders zu tun haben, als zu sitzen. Also is des koa Beinbruch für einen KV-ler, der des ehrenamtlich nach seiner regulären Dienstzeit erledigt!

Der 8.7. war dann wieder ein Tag für Musikliebhaber. Das Kirchweidacher Streichquartett hat bei gutem Wetter vor dem Pfarrhofbrunnen ein Konzert mit Werken von Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart gegeben. Natürlich is da unser Thomas mit seiner Geign dabei gewesen und i muas sagn, de vier Manner beherrschen eana Instrument ausgezeichnet.

Bei herrlichstem Sommerwetter is am 19.7. des Sommerfest der Kolpingfamilie gefeiert worn. Der Stoiber Bertl hat seinen Grill angeschmissen und von de Damen hat a jede a Schüssel Salat mitgebracht. Die Schindler-Mädels ham zur Überraschung aller zwoa herrliche Kuchen gebacken. Die Stimmung war pfundig und alle hats guat geschmeckt!

Am 26.7. hat der Dekanatsrat eine bereits lange angedachte Idee in die Tat umgesetzt, und hat in Kloster Seeon zum Gottesdienst für lange verheiratete Ehepaare eingeladen. Der Vorstand war sich zuerst nicht sicher, ob überhaupt jemand kommt, um so mehra hat er sich über eine brechend volle Kirche gefreut. Im Anschluss san die Paare dann in den Klosterarkaden mit einem Glaserl Sekt oder einem Saft und a paar Salzstangerl bewirtet worn. Beim Heimgehn hat ma nur frohe Gesichter gesehen und den Kommentar „des war aber a scheena Abend“ gehört.

Monat August 2008

Die Zeit is wia im Flug verganga und plötzlich wars August. Unsere Geistlichkeit is wechselweise in die wohlverdienten Ferien gegangen und der jeweils Dagebliebene hat den Dienst in der Kirch übernomma. Da hat dann öfter unser Kindergruppn unter der Leitung von der Frau Mitterreiter die musikalische Gestaltung von der heiligen Messe übernommen. I muas sagn, de Frau Notburga hat ihre singenden Kinder wirklich guat im Griff und i freu mi a jedes Mal, wenn i sie singen und spielen hör.

A unser Herr Benker hat fleißig ausgeholfen, denn so ein Chorleiter braucht eben a amoi Ferien. I woas net was des is, aber bei eam klingt unsa Orgel wieder ganz anders. Ja, so ein Instrument hat auch sein Eigenleben und je nachdem wer die Orgel spielt kommt die Reaktion.

Am 31.8. war in unserem Pfarrsaal die Farbe weiß/blau angesagt, denn unser schwarzer Franziskaner – der Pater Augustin – hat sich von uns verabschiedet. In der feierlichen hl. Messe is ma ganz anders worn, wias unserem Pater einen Ehrensitz aufgestellt ham und unter der Leitung von der Frau Filjak ham alle Gruppierungen aus der Pfarrei ihm pfüit di God gesagt. Am End vom Gottesdienst is dann da Grill Christian scho mit da Bayernfahne bereitgestanden und unter den Klängen des bayrischen Defiliermarsches hat eam a große Schar von Abschiedsgästen des Geleit in den Pfarrsaal gegeben. Es san so viele Leit kemma, dass die Sitzgelegenheiten im Pfarrsaal nimma gelangt haben. Aber de Manna von der Kirchenverwaltung ham ruck zuck draußen im Freien, denn des Wetter war herrlich, Tische und Bänke aufgestellt, sodass alle Platz gefunden haben. Der Margarete is es zwecks der Gästeschar ganz schiach geworden, denn de PGR-Seniorin hat immer Angst, dass des Essen ned langt. Doch sie weiß sich auch zu helfen! Sie hat einfach die Leberkäsportionen geteilt und auf kleinen Tellern serviert, da hams dann größer ausgeschaut und alle warn froh und zufrieden. Wia sich alle gestärkt gehabt haben, is des eigentliche Programm losgegangen. Echte Stars warn unsere jungen Leit, alle im Dirndl oder in der Lederhosn. Die Mädel und Buam ham unter Beweis gestellt, dass sie a an bayrischen Landler tanzen und net nur in der Disco umananda hupfen kenna. Der Chef von der KV hat sich mit seiner Rede selbst übertroffen. De war echt herzlich und ganz ohne Bladl (Blatt). Und a de Frau Eisenhut, de Frau Oppacher und de Frau Schulz ham am Mikrofon eine guate Figur gemacht. Unser Herr Pfarrer und Dekan hat den traditionellen Abschiedsrucksack gepackt und die Margarete hat natürlich a wieda ihren Senf dazua geben müssen. Am End hat de Helga ihre Drehorgel angeschmissen und alle mit einander ham für unseren schwarzen Franziskaner ein Abschiedslied gesungen und der war mächtig gerührt.

Monat September 2008

Am 1. September hats glei ein sehr wichtiges Ereignis in unserer Pfarrei gegeben, denn die drei neuen Mitarbeiter von unserem Herrn Dekan san nach der heiligen Messe mit einem Stehempfang in Traunreut begrüßt worden. Zuerst hat allerdings der Herr Pfarrer gemeint, dass de Margarete nur zwei Begrüßungskörberl herrichten muss, denn der Herr Diakonanwärter käme nicht zum Stehempfang. Kurz vor Beginn der ½ 11 Uhr Messe kommt da Pfarrer dann zur Margarete an die Kirchenbank und teilt ihr mit, dass jetzt doch alle Drei zur Begrüßung da sein werden. Ein drittes Körberl habe er schon hergerichtet! Auf die Frage von der Margarete, wia der Herr Diakonanwärter denn heiße meinte der Thomas gelassen: „ Reiher oder Raabe ---- so irgend ein Vogel halt!“

So Mitte September hat dann der Altmann Schorschi den Basteldamen ein großes Ereignis verkündet. Die wollten ihm gleich zum Opa gratulieren, aber es hat sich herausgestellt, dass es sich um die Geburt eines Schäfchens in seiner kleinen Nebenerwerbslandwirtschaft handelt. Frau Regina, wie immer sehr praktisch veranlagt, meinte dazu: „Na nu, des kenne mer ja schlachten, bis zum Paschamahl is es dick genug!“

Altmännchen darauf hin entsetzt: „Des kimmt ja überhaupt nicht in Frage, des Schaf is was Besonderes. Es is braun und hat ein helles Kranzl auf dem Kopf, wia an richtigen Heiligenschein. Des is a echtes Kirchenschaf, des wird ned geschlacht!“ „Nu nu“ meint die Regina gelassen „dann eben nich!“.

Als Dank für ihren Einsatz während des ganzen Jahres hat der Kinderinstrumentalkreis mit seiner Leiterin, Frau Mitterreiter, einen Ausflug nach Salzburg gemacht. Des Weda war herrlich und alle ham a mords Freid gehabt.

Am 18.9. san die fleißigen KV-ler wieda beieinander gehockt, denn es gab eine Menge zu besprechen. Es is um die Energiesanierung vom Pfarrheim gegangen und der Termin für den Baubeginn is für den 22.9. geplant worden. Im Kindergarten ist die Aktion Ägypten angelaufen. Da hams mit vereinten Kräften die Spielpyramide saniert. Über den Architekten-Entwurf für den Pfarrheimeingang ist heftig diskutiert worden. Treppen zu hoch, zu steil, Anbringung eines Handlaufes wo am besten usw. usw.. Gelassener Kommentar von unserem Thomas: „Wenn oana oba fallt, der wird dann von de geparkten Autos schon eingebremst!“ Also, alles kein Problem! Als Gäste san der Herr Hentschel und unser neuer Herr Kaplan Kielbassa dabei gewesen. Unser Herr Kaplan hat gelegentlich öfter gähnen müssen, i glab, der war scho a wengerl müd.

Aber a die Pfarrgemeinderäte ham ihre Pflichten fleißig erfüllt und am 24.9. getagt. Da Herr Pfarrer hat unter anderem von der Einweihung des Mehrgenerationenhauses verzählt. Da san so viele Leut gewesen, dass er fast auf dem Schoß vom Landrat gesessen ist, hat er gemeint. Des hätt i ja zu gern gesehen, des muaß richtig fegat (originell) ausgesehen haben. Viel zum Nachdenken ham die PGRler über des vom Erzbischof Dr. Reinhard Marx herausgegebene Papier „Dem Glauben Zukunft geben“ - Perspektiven für den Pastoral- und Strukturplan 2020, gehabt. Des is a recht ernste Angelegenheit und wir wern uns in manchen Dingen sehr umstellen müssen. Net ganz so ernst hat unser Herr Pfarrer dann die T-Shirt-Aktion von unserer Jugend auf die Schippe genommen. Er hat gemeint, dass de Aktion jetzt schon 2 Jahre läuft und er sich zu seinem silbernen Dienstjubiläum deren Verwirklichung wünschen würde. Aber so lang hat’s dann doch nimmer gedauert, denn beim Bazar an Weihnachten sans dann scho mit de fertigen Shirt umananda gelaufen. Vermisst ham ma zu Anfang der Sitzung unseren Herrn Reiter! Wir warn scho der Meinung, dass ihm etwas fehlt, aber um halb achte is er strahlend erschienen und hat uns erzählt, dass er dahoam schon Daumen gedreht hat, um die Zeit zu überbrücken, weil doch die Sitzung erst um halbe achte beginnt. Sieben Uhr is auf der Einladung gestanden!

Monat Oktober 2008

Der Monat Oktober ist ganz unter dem Zeichen der Pfarrheimsanierung gestanden. Die Frau Weiß is vor lauter Maurerdreck nicht mehr froh geworden und a da Altmann Schorschi und da Herr Schreckenbauer warn ganz schön gefordert.

De Bastelfrauen san ganz verwundert gewesen, weil im Pfarrheim an allen möglichen und unmöglichen Stellen Fluchttüren eingebaut worden sind. Nur der Raum der Bastelfrauen hat keine Fluchttür bekommen. Die Damen sind scheinbar so flott und gelenkig, dass sie zur Flucht bei Feuer oder sonstigen Katastrophen durch das kleine Fenster ihres Arbeitsraumes ins Freie fliehen können. Tragisch wird es nur, wenn die Rundungen mancher Damen nicht mehr durch das kleine Fenster passen. Und damit keiner bei Feuer stecken bleibt, ist jetzt in Bastelkreisen absolute Diät angesagt. Langsam is bei dene Damen dann a die Arbeit für den Basar losgegangen, aber krankheitsbedingt ist der Kreis der Schaffenden mächtig klein geworden. Da warn sie alle riesig froh, dass sie mit der Frau Elsner und der Frau Reisig einen perfekt arbeitenden Zuwachs bekommen haben.

Am 28. 10. hat unser Herr Pfarrer und Dekan dann auf der Titelseite vom Traunreuter Anzeiger darüber referiert, was die Strukturumstellung für das Dekanat Baumburg bringen wird. Unter anderem wird das ehrenamtliche Engagement mehr gefordert werden. Aber auch bei diesem Thema hat ihn sein Humor nicht verlassen. Sein abschließender Kommentar: „Vom Pfarrer muss dann nicht mehr entschieden werden, ob es beim Pfarrfest Weißwürste oder Schweinswürstl gibt!“ Ja, es hat eben jede Veränderung ihre Vor- und Nachteile im Gepäck.

Monat November 2008.

Am 12.11. san der Herr Pfarrer zusammen mit dem Herrn Kauer, dem Herrn Lelonek und der Margarete zur Dekanatsratssitzung nach Törring gefahren. Der Herr Lelonek hat de Drei mit seinem Navi perfekt durch die Nacht kutschiert, denn in Törring ist der Dekanatsrat noch nie zu Gast gewesen. Im dortigen Pfarrheim war dann alles sehr liebevoll hergerichtet und nebenbei ist darauf aufmerksam gemacht worden, dass der dortige Pfarrer zu diesem Anlass sogar das WC hat sanieren lassen. Nach der Sitzung san ma dann alle wieder zum Herrn Lelonek seinem Auto gewandert, nur unser Thomas hat gefehlt. Nach einer halben Stunde kam er fröhlich pfeifend angesaust und auf die Frage, was er denn solange gemacht habe meinte er grinsend: „Wenn de scho wegen uns des Häusl sanieren, dann muss i des wenigstens ausprobiern! Da drinn is es richtig gemütlich und Duftkerzn hams a angezündet!“ Ja, unser Thomas geht eben allen Dingen genau auf den Grund!

13.11. ….. und wer sitzt da wieder? Natürlich die fleißigen Kirchenverwalter! Nach so wichtigen Themen wie der Heizungsoptimierung durch den Heizungsbeauftragten Schlichting, den Stand der Bauarbeiten am Pfarrheim und den Informationen der Arbeitsgruppe Kindergärten und Hort, ist es darum gegangen, ob der Schaukasten für Plakate an- oder neben der neuen Eingangstür zum Pfarrheim angebracht werden soll. Da is dann eine heiße Diskussion entbrannt, wia ma die Plakatkleber vom Zettelankleben abhalten kann, weil des so greislich(unschön) ausschaut. Vorschlag Hochwürden war folgender Hinweis:“ Wer hier etwas anklebt, geht des ewigen Heils verlustig!“ Dann ham sich die KV-ler den Kopf darüber zerbrochen, wia ma die Sauberkeit der Treppen des Notausganges hinten am Pfarrheim in Zukunft gewährleisten könnte. Da gehen nämlich die Leut gern zum Bißeln(Wasserlassen) obi, wenn`s im Bistro zuviel Bier getrunken haben. Den besten Vorschlag hat der Huber Peter gehabt: „Wia wars denn mit einem so genannten Notdurftspot? Beim ersten Wasserstrahl erschallt ein hämisches Gelächter! Wetten, der geht a zwoats mal nimma obi!“

Am 24.11. ham wir mit dem „musikalischen Begegnungsfest“ wieder ein einmaliges Erlebnis in unserer Kirche gehabt. „Im Namen des Herrn haben wir uns hier versammelt“, so hat unser Herr Pfarrer zu Beginn die Veranstaltung eröffnet und dem Herrn Mitterreiter ist es gelungen, die verschiedenen Chöre, Musikgruppen und Solisten zu einem einzigen Klangkörper zu formen. Ein echtes Erlebnis war das!

Dezember 2008

Und kaum drehst du dich um, dann is scho wieda Dezember und des Jahr ist bald Geschichte.

In dem Monat hat die Traunreuter Brücke, wie das ganze Jahr über, unter der Leitung von der Frau Scheffler Hochkonjunktur. Am 6.12. hat sie an die Senioren ab 80 Jahre wunderschöne Weihnachtssterne verteilt, natürlich mit Hilfe der Pfarrjugend, der Firmlinge und der Geistlichkeit, sonst wär des garnet zum stemma(schaffen). Vom Rotary-Club und der Firma Heidenhain und anderen Institutionen hat die Frau Scheffler Spenden erbettelt und damit macht sie dann Kindern zum Weihnachtsfest eine Freud, deren Eltern sich keine Weihnachtsgeschenke leisten können. Und an jedem Mittwoch, ist sie für ihre Leut da und hilft bei allen Notlagen im Bereich ihrer Möglichkeiten. Davon lässt sie sich auch durch eine verstauchte Hand nicht abhalten. 

Am 9.12. ist der heilige Nikolaus zu den Senioren in unseren Pfarrsaal gekommen und es war rührend, mit wie viel Freude der heilige Mann von den Anwesenden erwartet wurde. Groß war das Rätselraten, wer diesmal wohl der Nikolaus sein wird, zumal unser Herr Reiter seine Eröffnungsansprache in Zivil gehalten und sich dann seelenruhig zu den Gästen gesetzt hatte. Der Herr Pfarrer und der Herr Kaplan waren ebenfalls anwesend. Die Frau Mitterreiter mit ihrer Kinderinstrumentalgruppe hat die Wartezeit dann verschönert. Mir ham am besten die zwei Buben mit dem Akkordeon gefallen. De Instrumenta warn fast so groß wie sie selber und sie ham a recht schön gespielt. Des letzte Stückl is dann zwar a wengerl zach(zäh) gegangen und ma hat richtig gemerkt, dass die Buam froh warn  wia de Gaudi vorbei war. Endlich is der Nikolaus erschienen und alle ham gestaunt, weil er so schee ausgeschaut hat und auch seine Ansprache ham alle gut verstanden. Anschließend hat der heilige Mann sein Konterfrei in Schokolad an alle verteilt. Diesmal mit echte, von da Susi und de Bürodamen gebastelten Bischofsmützen. Da ham de oiden Augen a wieder geleuchtet und alle san im Herzen wieder zu Kindern geworden.

Ja, in unserer Pfarrei gibt es viele Helfer und Helferinnen! Kindergottesdienstgruppen, Lektoren, Kommunionhelfer, Kommunion- und Firmvorbereitung usw. usw.. Im Kellerkaufhaus werkeln die Frau Brüggemann und die Frau Schaffer. Hochkonjunktur des ganze Jahr über haben unsere Helferfrauen. Altengeburtstage, Faschingsfeiern, Seniorennachmittage, Nikolausfeier usw. Bei all den Festlichkeiten geben die Mädels unter der Leitung von Frau Hengster und Frau Ebert ihr Bestes. Dann san da noch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vom Kirchenreinigungstrupp. Unermüdlich sans da, wenn unser Mesner zum Kirchenreinigen ruft. Aber a unser Pfarrbüro und seine Mädels sollen nicht vergessen sein. Oft braucht es a Menge Geduld für den Job. Aber die Drei- und natürlich auch unsere Susi – absolvieren ihr Pensum stets mit einem verbindlichen Lächeln. Dann gibt’s da noch unseren Herrn Traspel sen., der sich mit viel Sachverstand darum kümmert, dass in der Pfarrei alles rund läuft. Hausmeister und Mesner haben auch einen wesentlich Anteil am funktionieren des Systems und bekommen die meisten Rüffler dafür. Wenn es einen in der Kirche friert, dann wird der Mesner angemeckert und wenn die Krampfadern zum Kochen anfangen, dann hoasts der spinnt wohl, so die Heizung aufzudrehn! Wenn die Lieferung zu den Kindergärten einmal etwas zu spät kommt, dann hört ma oft den Satz „na, der Altmann, der schlaft woi wieder amoi“! Aber koana fragt, was er sonst noch alles um die Ohren hat und a Hausmeister ist eben auch nur ein Mensch.

Auch unsere Damen in Hort und Kindergärten erledigen ihren Dienst mit Kompetenz und Freude und es macht Spaß, wenn ma eana bei de Feste zuschaut, wie sie mit de Kinder umgehn. Die Frau Braun und de Frau Heistracher sorgen dafür, dass jeden Tag ein schmackhaftes Essen für Kinder und Angestellte und natürlich auch für unsere Geistlichkeit bereitsteht. Für die Bastelmädels endet das Geschäftsjahr mit dem Weihnachtsbazar. A heuer ham`s wieder gearbeitet bis zur Selbstaufgabe und mit de wunderschönen Sachen einen stattlichen Betrag erwirtschaftet. Beim Weihnachtsbazar hab i dann no amoi richtig grinsen müssen, denn beim Stammtisch war totale Selbstbedienung angesagt. A unser Herr Kaplan, sonst eher sehr reserviert, hat sein Weißbierglaserl genüsslich durch die Gegen geschleppt. Da hab i des erste Mal gemerkt, dass er garnet so streng is, wia er in seine Predigten rüberkommt – da schimpft er uns nämlich meistens recht wegen unsere Sünden. Aber am perfektesten eingeschenkt hat unser Pfarrer, na wem wunderts bei dem Allroundgenie! Aber des ganze Genie tat eam nix helfen, wenn er net an jedem Platz seine richtigen Leut sitzen hätt und i glaub, er schickt dafür gern sein herzliches Vergelt`s Gott an alle seine amtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Und a mir Pfarrkinder san recht dankbar, dass uns der Herrgott so guat mit seine Hirten versorgt hat.

Ja, uns geht’s guat in unserer Pfarrei und mir persönlich taugts(ich fühle mich wohl) in meiner Wohnung unter dem Beichtstuhl. Da gibt’s`s oft was zum Lachen und wenn´s mir einmal nicht so gut geht, dann kann i mi bei eppan(jemanden) ausredn!

 

Für 2009 wünsch i Eich Alle 365 guate Tag und die schützende Hand von unserem Herrgott.

 

Mit freindlichen Grissen

Euer Wastl

Kirchenmaus daselbst.