Jahresüberblick 2006 aus der Sicht von Kirchenmäuserich Wastl:

Ein herzliches Grüß Gott in die Runde!

I soll eich herzliche grüßen von meinem Kollegen im Vatikan, denn den hab i besucht, wia der Papst bei uns in Bayern war.

Mei liaba, des war a schönes Ereignis. Der Himmi weiß/blau und unser Papst zünftig und guat aufgelegt.

In München bei der Papstmess da war i dann richtig stolz, denn unser Pfarrer und Dekan war oana von de ersten in der Prozession bevor der Papst kemma is.

A wengerl schiach is ma aber trotzdem worn, denn bei dene hohen Herrn woas ma nia, ob sie net unsern Pfarrer abwerben, wenn`s ihn scho so dicht vor dem Papst daherrenna lassen!

Wia der Papst dann wieder hoam nach Rom is, da hab i mi unters Handgepäck gemischt und so an Gratisflug nach Rom gehabt.

Bei meinem Freind, dem Vatikan-Pauli hab i dann im Vatikan logiert. Mei der hot vielleic ht a tolle Wohnung, voll krass, ois aus Marmor und Gold!

Und Ausflüg kann der vielleicht macha!

In de vatikanischen Gärten und wenn`s eam zu hoaß wird im Sommer, dann fahrt er mit dem Papstgepäck nach Castel Gandolfo. Bei der SchweizerGarde da is a allweil was los und so hat er scho ein aufregendes Leben der Vatikan-Pauli!

Den Papst hab i natürlich nimma gesehn, denn als einfache Kirchenmaus hat ma zu de Audienzen keinen Zutritt nicht, da passt der Zeremonienmeister höllisch auf.

Ja schee wars scho, meine Stippvisite (wia de Preissen sagn) in der heiligen Stadt. Trotzdem war i froh, wie ich wieder dahoam war, denn in meiner Wohnung unter dem Beichtstuhl in unserer Kirch ist es doch am allerschönsten.

Aber eigentlich wollt i eich ja verzähln, was sich bei uns des ganze Jahr so ereignet hot.  Des war net wenig, sog i eich!

 

Also, dann fang ma amoi o!

 

Januar 2006

Im Januar is es scho oganga mit dera Gaudi!

Schnee ham ma gehabt bis unters Hausdach und kalt wars, des wisst ihr selber!

In dem Winter hab i mir a paar Frostbeulen geholt, denn unsere Heizung in der Kirch war no nia die strammste und der Schreckenbauer draht sie halt allweil nur recht kurz auf.

Der Hausmeister is mit dem Schneeschern gar nimma fertig worn, denn den Stadtschnee und den Pfarreischnee hot er einfach net trennen können!

A jeder war weiß!!!!

Am 12. 1 2006 is der Pfarrgemeinderat zu seiner ersten Sitzung zamma kemma. Da hams dann  unter anderem beim Jahresrückblick beschlossen, dass de Speisereste von de Feiern in Zukunft entsorgt werden müssen bevor sie zum stinka anfangen. Ja ja, a solchene Sachen san wichtig. Bei der Sitzung von der Kirchenverwaltung , da hot der Herr Pfarra dann verkündet, dass der Hausmeister mit seinem Buldogg net auf de Dächer aufi kimmt, weil sie oane beschwert hot, dass des Dach net abgeräumt is! Aber vielleicht sollt ma für zukünftige Räumarbeiten an Hubschrauber mit Schneeschaufi oschaffa und da guate Schorschi macht an Pilotenschein auf Pfarreikosten.

Aber es hat auch narrisch wichtige Themen gegeben wia z.B. die PGR-Wahlen, die im März angestanden sind. Kandidaten waren wie immer Mangelware und so ham sie intensiv zum suacha angefangen!

Der Orgelförderverein hat einen Stehempfang abgehalten. Da san alle umananda gestanden und ham gescheit diskutiert und an die Salzstangerl gezuzelt.

Langsam is es a mit dem Orgelbau ernst worn, denn des Geld zum anfangen hat gereicht.

 

Februar 2006

Am 6.2. 2006 ist der Wahlausschuss für den PGR dann das erste mal zusammengekommen. Irgendwie scheinens zu diesem Zeitpunkt no net des richtige Arbeitstempo gehabt zu haben, denn der Herr Pfarra hot bei dera Gelegenheit den Satz geprägt ..... Auch ein Igel ist irgendwann am Ziel!“

Ja, so a Igel hat halt verdammt kurze Haxn und braucht a bissel länger!

Beim Pfarrfasching am 24. 2. hat des Fuaßballballet von unsere männlichen Ballerinen wieder alle anderen de Schau gestohlen. Besonders unsa Oberkirchenpfleger . Er war einfach der Schönste! Da is unsa Bürgermoasta mit seim Gigolo-outfit überhaupt net mitkomma!

Unsa Pfarra hat dann a die Damencrew vom Brotzeitstandl recht gelobt, denn de waren einfach Spitze und was wär a Fest ohne eine gescheite Brotzeit.

 

März 2006

Im März hots dann  einige Sitzungen vom Wahlausschuss gegeben. Die Kandidatensuche war recht mühsam, aber am End war da Herr Pfarra mit dem Ergebnis doch recht zufrieden, denn die meisten, de er selber gefragt hat, ham ja gesagt.

Ja, wenn er will, dann kann er scho recht charmant sei, unsa Thomas!

Der oide PGR hat sei Amtszeit dann am 9. März mit einem gemeinsamen Abendessen im Marcello ausklinga lassen. De Margarete is net dabei gewesen, denn die hat ihr Haxn damals mächtig gefuchst (geärgert auf hochdeutsch).

Am 12. März san dan die Neuwahlen gewesen und i muaß sagen, mit einem recht guten Ergebnis, obwohl nur a Bißel mehra wia 7 % der Kirchaleit zur Wahl ganga san. Da fleißigste Wahlmanager war der Rudi Traspel,  und dafür gehört er a amoi richtig gelobt!

A echte Sensation zum Beginn der Fastenzeit war dann unsa Thomas Schlichting  als „Bruder Thomas“ beim Starkbierfest in da Sportler. Da hot er de Prominenten ganz schee den Kopf gewaschen. Unter anderem hot er festgestellt, dass da Herr Czepan als Umweltexperte mittlerweile a zu de bedrohten Arten gehört und dass der Bräu von Stoa gleichzeitig mehrere Termine wahrnehma ko und des alles während einer Stadtratssitzung.

Ja, er ko a recht hinterkünftig sei, uns Thomas!

Da Prälat Obermeier ist dann zur Firmung kemma und des war  wieder ein richtige Großereignis. Die Jugendband hat für die musikalische Umrahmung gesorgt und de ham eana Sach recht guat gemacht.

Schnee ham ma nach wie vor an Haufen gehabt und unser spanischer Grande da Jorge Gonzales und unser ehemaliger Kaplan da Armin Thaller ham ein Schneeverlagerungsschaufeln veranstaltet. Abwechselnd hams dabei oana dem anderen den Schnee vor die jeweilige Garage hingeschmissen. Des war sozusagen ein römisch-katholisches Fitnesstraining!

 

April 2006

Mittlerweile is es schon April gewesen, immer noch alles tief verschneit nur ab und zu hot an besonders sonnigen Stellen a Schneeglöckerl herausgespitzt. De Bastlfrauen waren scho ganz durcheinander, denn wia soll ma unter dem Schnee des Material für de Palmbuschen und Gestecke zum Osterbazar finden.

Aber der Himmivater hot ein Einsehen gehabt und der Osterbazar is wieder ein voller Erfolg gewesen.

Unsa Thomas war dann beim Georgi-Ritt a echter Hingucker wia auf dem Gaul dromgehockt is.  Oane von de Zuschauerinnen hot zwar gemeint, dass er no a wengerl üben muas, aber was versteht scho so ein Weiberleut!

Zusammen mit der Jugend ham dann mehrere Ehrenamtliche das Paschamahl gefeiert und unser Thomas hat eigenhändig des Lampi gebraten . I hab a a Stückl erwischt und i muas sagen, Huat ab, es war wirklich guat!

Mit seinem Rabbi-Kappi (jüdische Kopfbedeckung) hat unser Thomas dann so richtig „cool“ ausgeschaut und unsere Jugend hat sich mächtig angestrengt, sodass es eine sehr schöne Feier geworden is!

De Maderln aus der Pfarrei ham wieda ein Fastensuppenessen organisiert und dabei a recht nette Summe für einen guten Zweck erwirtschaftet.

Die heilige Osternacht war dann wohl für alle ein wunderschönes Erlebnis.

Unser Herr Pfarra hat eine symbolträchtige Osterkerze gestaltet über deren Motive er dann in der Predigt erzählt hat. Zwoa Buam aus der Wilhelmlöhe-Schule san getauft worden und der Franz Mitterreiter und seine Chorsänger haben sich wieder einmal selber übertroffen, so schee hams gesungen und gespielt. Mir is in meiner Eckn ganz warm ums Herz geworden und i hab wieder einmal festgestellt, dass des Leben wunderschön und kostbar sein kann.

 

Mai 2006

Vom Monat Mai kann i eich leider gar nix erzählen, denn da hab i mir Urlaub genommen und mir a paar Wochen Wellness und Fitnestraining gegönnt, weil mi damals mei Reismatismus ziemlich greislich geplagt hat.

Da Herr Pfarra und der Herr Reiter ham mi fleißig in meiner Verbannung besucht und mir guat zugeredet, wenn’s ma amoi net so guat ganga is.

Mei, aber froh war i dann Ende Mai, wia i wieder auf 2 Kruckan hupfa hab kenna und bei Eich dahoam war.

Juni 2006

Der Höhepunkt in dem Monat war wohl de Fronleichnamsprozession. Bei strahlenden Sonnenschein. Mehr als 1000 Leit san mitganga und ham vor de Altäre, die von Kolping, der Jugend und vielen Helfern geschmückt worden san, gebetet.

„Herr, so dürfen wir dich heute im heiligen Zeichen anbetend durch unsere Stadt tragen und sie erneut unter deinen Schutz stellen!“ Ja, ohne unsern Herrgott, da geht’s halt net, den brauch ma einfach !

Dann is de Nachricht kemma, dass eine Visitation der Pfarrei ansteht! Für mi war des was ganz neues,  aber unser Thomas hot dann erklärt, dass da der Bischof kimmt und schaut, ob in der Pfarrei ois richtig laft! An Haufa Papier zum ausfüllen hot der Regionalpfarra Franzl mitbracht und da ham dann alle Gremien einischreiben müssen, was bei uns alles so los is.

Vielleicht könn ma mit dene Listen aber a a Bisserl angeben, denn bei uns gibt es vieles, wovon de anderen Pfarreien nur träumen können.

Bei der KV war a der Reviser da und der Herr Magosch und seine Helfer ham mit der Note sehr gut abschnitten. Hot mi eigentlich net gewundert, denn der Hans rennt jedem Cent dreimal hinterher bevor er ihn ausgibt und de Frau Traspel hot a ganz exakte Buchführung.

Für den Altmann-Schorschi hams an neien Arbeitsplan aufgestellt, da muas er ganz genau aufschreiben, was er den ganzen Tag tuat. Des macht den arma Kerl ganz fuchtig, denn wia soll er z.B. die Tatsache „einmal kurz durchgeschnauft „ notieren, denn schließlch hot doch a a Hausmoasta a Recht auf eine Privatsvere!

In meiner Behausung ist es mittlerweile immer ungemütlicher geworden, denn der Emporenumbau und der Orgelaufbau warn jetzt  in vollem Gange. Gott sei Dank wars Wetter recht guat und so hab i mi in meinen Zweitwohnsitz im Pfarra seiner Laube abgesetzt. Mei Mittagsmenue hab i mir im Pfarra sein Kräutergarten zusammengesucht und der hot sie gewundert, dass da Petersiel so schlecht wachst. Na ja, ois muas er ja a net wissen, der Thomas.

 

Juli 2006

Am 22.7. 2006 ham ma unseren langjährigen Kaplan Armin Thaller verabschiedet.

Nach der heiligen Mess sam ma bei Leberkäs und Kartoffelsalat zünftig beinander gehockt und ham den Armin no amoi hochlebn lassen. Der hot an dem Tag zwar mit oana zünftigen Sommergripp gekämpft hot aber doch alles recht tapfer über sich ergehen lassen.

Auf alle Fälle wünsch ma ihm recht viel Glück in seinem neuen Amt als Pfarrer von Flossing und immer eine richtig gehende Uhr.

In der KV-Sitzung hat unser Organist neue Pauken beantragt, aber leider war koa Geld in der Kass. Der Eibl Dieter hot dann den Vorschlag gemacht, dass ma vielleicht „Paukenpfeifen „ in die neie Orgel einibauen könnt. Aber i glab, da hätt der Orgelbauer was dagegen gehabt.

Am 29. 7. hot dann de Kolpingfamilie ihr Sommerfest gefeiert und da die Kolpingfamilie eine sehr vorsichtige Familie ist und viele Damen etwas gegen Zugluft haben, und es vom Himmi leicht getröpfelt hat, hot ma im Pfarrsaal gefeiert. Der Stoiber Bertl hot alle mit Grillspezialitäten versorgt und de Damen ham Salat als Beilage mitbracht.

Für de musikalisch Umrahmung hot dann der Vorsitzende Herr Reiter gesorgt und eine tolle CD mitgebracht. Auf dera war unter anderem ein französisches Liebeslied – des natürlich koana verstanden hot – dann ein Musikstück mit dem Titel die Höllenfahrt, und dann hot oana über den Jäger sein Abschied gejammert, zum Schluss hams dann de Moritat von der alten Pinzgauerin gesungen und dabei hot dann der Reiter die Margarete ganz vielsagend angeschaut.

Ja, manchmal hat er schon einen ganz besondern Charm unser Diakon, aber eine Karriere als Disjockey macht er sicherlich nicht.

 

August 2006

Im August hat sich dann alles um unseren Papst Benedikt gedreht und es waren wunderschöne Tage, die wir mit ihm in Bayern verlebt haben. Auf der Strass wars dann viel leerer als sonst, wenn die großen Messen im Fernsehen übertragen worden san. A de Traunreuter san mit einem Bus nach München gefahren und mir dahoam konnten unseren Pfarrer und unser Jugend im Fernsehen bewundern.

Dann hat a unser Pfarra Urlaub genommen und der Kaplan Thaller, jetzt Pfarrer Thaller hat seine Vertretung übernommen.

Unsere zwoa Madel von unserem seckend-hand Kaufhaus im Keller ham wieder amoi 400 Euros aus lauter Cents zammagesammelt, die sie dann an unsern ehemaligen Pfarra Schlachtbauer überwiesen haben. I muss sagen, alle Achtung, denn da steckt a Menge Arbeit dahinter.

September 2006

Im September is dann die Pfarrarbeit wieder so richtig los gegangen. Da Mesner und der Hausmeister haben zu dem Zeitpunkt  zwei verschiedene parteipolitische Fraktionen gebildet, denn es drum ganga, ob des Dachl beim Durchgang neben der Kirch dableiben  oder ob es abgerissen werden soll.

Da Schreckenbauer is der Vorsitzende von der Dachwegfraktion  und der Altmann is der Vorsitzende von der Dachbleibtdafraktion! Wer von de zwoa die Entscheidung gewinnt, des is no net heraußen!

Schwere Themen hats a in der KV gegeben und zwar zum Thema Dachsanierung. Da hat der Thomas folgendes vom Stapel gelassen: Wenn die bischöfliche Finanzkammer kein Geld für die Dachsanierung herausrückt, dann müssen wir vielleicht Kontakte zu Osama bin Laden herstellen!“

Mir is dabei glei schiach worn, denn da müsst i mi vielleicht als Selbstmordattentäter in die Luft sprenga und i leb doch so gern.

Beim Pfarrgemeinderat hams dann unter anderem über das Thema Verdauung diskutiert. Der Thomas hat g`meint, dass Leitungswasser am morgen verdauungsfördernd sei. Da hot unsa Speedy Gonzales aber sauber das Gesicht verzogen und hat dabei festgestellt, dass eam a Weinschorle zum Frühstück wesentlich liaba is!

Unsern 2. Pfarrgemeinratsvorsitzenden , dem Grill Christian,  hats dann mächtig gestunken, weil er so gern den Stapler von der Siemens , den sie zum Heben beim Orgeleinbau braucht ham, mit Blaulicht durch Traunreut gefahren hätt. Aber leider hat des sein Moaster übernomma. Ja, des is halt immer so, dass de Großkopferten allweil nur dann was tun, wenn de Presse dabei zuschaut!

Unsern neien Kaplan, den schwarzen Franziskaner Pater Augustin ham ma a begrüßt und uns gefreut, dass er zu uns komma is. De Margarete war zwar zuerst der Meinung, dass er a im Gesicht schwarz is, des hat sie dann aber als Irrtum raußgestellt. Ja mei, de wird halt a schee langsam a wengerl oweisig (auf hochdeutsch seltsam). Aber sie hat den neuen Buam glei ins Herz geschlossen!

Am letzten Sonntag im September bei der Mess is dann no a Neier am Ambo gestanden. Der hat an Haufa Haar im Gesicht gehabt, hot aber dabei recht guat ausgeschaut. Als wia oana von de Mafiosi. Wia er dann des Reden angefangen hat konnten wir jedoch feststellen, dass sich hinter der neien Bartkreation unser verehrter Diakon versteckt hat. Bei seim 10 jährige Diakonjubiläum hot eam die Jugend an Rasierapparat geschenkt , der aber erst viel später zum Einsatz kemma is.

Oktober 2006

Wia i am 1. Oktober unser Lokalblattl aufgeschlagen hab, da is mir gleich des Farbfoto auf der Titelseite in de Augen gesprungen. San da net de Rosa, de Regina und die Erika drauf gewesen. Die hams von der Zeitung beim Binden von der Erntedankkrone abfotografiert! Alle Drei ham recht fotogen ausgeschaut! Wem wunderst, die Basteldamen waren schon allweil a recht flotte Truppe.

Die Helga, die Resi, die Anna, die Christl, die Luzie , die Brigitte, ida, christina,  alle san recht guat zum anschaun und dabei enorm fleißig.

Die Damen ham sie amoi die Müh gemacht, und des ganze Jahr die Stunden notiert, die sie im Dienste der Pfarrei gearbeitet haben. Dabei is die stolze Summe von 2746 Arbeitsstunden raußkemma. Bei einem Lohn von 5,00 Euro in der Stund – nach Hartz 4 Muster – warn des nach Adam Riese 13.783,-- Euro!

I merk jetzt scho, wia unser guate Thomas ziemlich blass ausschaut! Aber i glab, er braucht koa Angst ham, dass sie zum kassiern kemman de Damen! Sie wollten des einfach amoi gesagt ham!

Doch i hab den Eindruck, dass der Thomas ohnehin woas, was de Damen leisten, wenn er a selten oder gar nie auf die Idee kommt, dass er ihnen einen Kaffee und ein Stückl Kuacha serviert, wenn`s in der Kirch am arbeiten san. Aber i glab, da kimmt er garnet auf die Idee, denn er selber mag keinen Kuchen und da nimmt er halt an, dass es de Damen abenso ergeht! Und für de schlanke Linie is nebenbei a net guat!

Der PGR is im Oktober a wieder amoi in Harpfertsham beim Einkehrtag gewesen. Da fühlen sie sich alle immer sehr wohl und nehma a a Menge guate Ideen mit nach Hause.

November 2006

Jetzt is der Orgeleinbau in de heiße Phase kemma! Mittlerweile hab i wieder unterm Beichtstuhl mein Quartier bezogen, weil’s im Pfarra sein Garten in der Nacht doch ziemlich frisch worn is. Aber mei, was hab i ausstehn müssen!

Schier torrat bin i worn, wias de einzelnen Pfeiffen gestimmt ham. Greislich hot des to, des sag i eich!

Gehammert und gesägt hams wia de Wilden, da Schreckenbauer und der  Zips warn a mit von der Partie.

Aber immer scheener is unser Orgel worn ! Unser Chorleiter hätt dann gern no ein Parkett am Boden gehabt, aber des hams dann doch bleiben gelassen, da die Sängerinnen mit eanane Stöckelschuh dem feudalen Bodenbelag bestimmt ganz schnell den Garaus gemacht hätten.

Dafür hat er aber dann ein Telefon bekommen, damit er ohne Schwierigkeiten mit seinem Dienstherren kommunizieren kann.

Mei, vornehm san ma scho worn, des glaubst!

Und dann war er da, der große Tag! De Basteldamen ham de Kirch wunderschön geschmückt und unsere Orgel hot a a scheene Schleifn bekommen.

Ausgeschaut hat sie, einfach umwerfend.

Im Pfarrhof ham de Manner von der KV dann Zelte aufgestellt, denn im Pfarrsaal hätten die 400 Gäste nia an Platz gefunden. In der Nacht is dann ein riesiger Sturm aufkemma, aber da Traspel sen. der Junior, der Eibl-Dieter und da PGR- Grill ham in Nachtwache de Zelter festgehalten, dass sie net ham davonfliegen können.

Natürlich war die ganze Dekoration beim Teifi, aber des hams am nächsten Tag dann scho wieder hinbracht

Des Fest selber war ein voller Erfolg! Unser Chorleiter hat bei der Weihe gespielt wia ein junger Gott und der Chor hat gesungen wia die Zeiserl.

Unser Herr Pfarrer und Dekan hat unsere neue Orgel dann geweiht und eine wunderbare Predigt gehalten – so von de Hochzeiten – einfach alle Zeiten im Menschenleben, die eine Orgel mit ihrer Musik begleitet.

Im Pfarrsaal und in de Zelter hats dann a gutes Mittagessen gegeben und ein großartiges Kuchenbuffet – gespendet von unsere fleißigen Kuchenbäckerinnen- war zusammen mit einer guten Tasse Kaffee die Krönung der lukullischen Seite des Festtages.

A kloans Festprogramm hats dann a gegeben und es ist letztendlich ein wunderschöner Tag geworden, an den wir noch lang denken werden.

 I selber hab mit meistens in der Spülküche herumgetrieben, denn da falln allaweil a paar guate Bröckerl ab. Aber de Madel die da drinnen geschuftet haben, die ham ma so richtig erbarmt, denn die haben bei den Geschirrmengen wirklich das letzte gegeben. Doch letztendlich ham doch mehrere zammageholfen und kurz vor Mitternacht hast im Pfarrsaal und in der Küch nimma gemerkt, dass da ein Fest stattgefunden hat.

Ein riesiges Vergelt`s Gott an Alle, die immer wieder so fleißig helfen und i glaub, die Margarete hofft, dass a heit wieder alle zammahelfen, wenn unser kloane Feier aus is, denn morgen kommt der Weihbischof Dietl zur Visitation und da muas der Pfarrsaal wieder blitzen, sonst blamiern ma uns!

Am 18. und 19. 11. is dan die neue KV gewählt worden. Auch hier war die Wahlbeteiligung mehr als bescheiden. Aber letzten Endes ist doch wieder eine amtsfähige Kirchenverwaltung zu Stande gekommen.

Leider hat unser jetziger Kirchenpfleger – der Hans Magosch – nimma kandidiert , was sehr schad is! Aber bis zur konstituierenden Sitzung im Januar ham man ja no und i glab, dass er uns auch ansonsten nicht abhanden kommt.

Unsere Traunreuter Brücke hilft nicht nur wirksam in vielen Notsituationen des Lebens, sie hat auch ein echtes Talent Feste zu veranstalten. Unter der Leitung von Brückenchefin Vera Scheffler haben wir am 25. 11. 2006 ein Integrationsfest gefeiert – einfach Spitze-! Der Bürgermeister hat de Schirmherrschaft übernommen und unser Thomas hat – wie immer – mit viel Schwung und Elan durch das Programm geführt, das a den zurückhaltendsten Zeitgenossen zu begeistertem Applaus herausgefordert hat.

Der Pfarrsaal war brechend voll – das Buffet vom Feinsten – und die Stimmung umwerfend!

Glei anschließend hat dann die Frau Scheffler mit ihren Helfern die Weihnachtssternaktion gemanagt und damit vielen Traunreuter Senioren eine Riesenfreude nach Hause gebracht.

 

Dezember 2006

Mei, man möchts net glauben, wie rasch so ein Jahr ummi is!

Schon 14 Tage vor dem Weihnachtsbazar is die Helga sozusagen im Kreis gesprungen, denn die beste Kranzbinderin – die Fahrmeier Rosa – is von Traunreut weg gezogen und hot gemeint, dass ihr der Anfahrtsweg jetzt zu weit is!

Total verzweifelt hat die Helga alles mögliche überlegt, wia ma de Rosa zum Bazar bringa ko!

Aber unser Rosa ist eine treue Seele ! Zuverlässig ist sie zum arbeiten erschienen und hot fleißig ihre total ebenen Kranzl gebunden und dafür sagn ma heut besonders Dankschön Rosa!

Der Bazar selber war dann wieder ein voller Erfolg. Mehr als 6000,-- Euro san zamma kemma und mit dem Geld kann wieder viel geholfen werden.

A nette Tradition is allweil des gemeinsame Essen an den zwei Bazartagen, an dene a unser Geistlichkeit allweil teilnimmt. Die Suppen wern dabei jeweils von de Bastelmädels spendiert.

Heuer hat a unsa Regina wieder ein großes Dippel Brihe spendiert und dafür einen Ochsenschwanz eingekauft. Des Ganze hat sie dann in einen Schnellkochtopf verfrachtet , kurz angekocht und dann zum „simmern“ abgeschaltet. Mit dem ihr eigenen Temprament hat sie sich der Hausarbeit zugewandt, nicht ahnend, dass der inzwischen nach Hause gekommene Ehegatte

seine Frau unterstützen wollte, und den bewussten Schnellkochtopf wieder unter Dampf gesetzt hat.

Mit dem entsetzten Ausruf „Nee, der ganze Ochs total im Eimer“ hat sie dann das Ergebnis dieser gut gemeinten Aktion zur Kenntnis genommen.

Ein neuer Ochsenschwanz musste her. Der sich aber wieder in viele kleine, weiche Einzelteile zerfledderte.

Ja, unsere Regina ist eben en echt heißer Ofen, der selbst den stärksten Ochsen niedermacht!

Aber die Suppn war dann doch einsame Klasse!

Am 5. Dezember ist der heilige Nikolaus zu unsere Senioren kemma! Heuer war der heilige Mann besonders schee mit seinem weißen Rauschebart und dem scheena roten Gewand. Und a fesches Engerl zum Buach halten hat er a dabeigehabt! Die Senioren haben eine mords Freud gehabt mit unserem Diakon und wia er dann wieder in Zivil war, konnt ma feststellen, dass er seinen Bart abgesäbelt hat. Jetzt is er wieder richtig fesch und sei Frau wird bestimmt a froh sei, dass jetzt nimma mit einem stacheligen Igel verheiratet is.

Beim Geburtstagsfrühstück am 8. 12. hams dann besonders unsa Anni Hengster zu ihren 8 Jahrzehnten beglückwünscht. M a koans ja fast net glauben, dass unser Annerl scho so ein würdiges Alter erreicht hat, denn a Figur hats ja wia a Junge!

Der Anni muas i heit a ein besonderes Vergelt`s Gott sagen für all die Arbeit in den vielen Jahrzehnten mit ihren Helfermädels.

Ja, vergelt`s Gott, des is des richtige Wort für alle Lektorinnen und Lektoren, die Kommunionhelfer, die stillen Beter in der Pfarrei, für die Kirchenreinigung, die vielen gespendeten Kuchen und Torten, fürs Austragen von Kirchenzeitung und Pfarrbrief, für alle Arbeiter und Arbeiterinnen in den Gremien und Arbeitskreisen, dem Bastelkreis, dem Herrn Mitterreiter mit seinem Kirchenchor, der Frau Mitterreiter, die uns im Laufe des Jahres soviel Freude mit Ihren Singkindern bereitet hat, dem Herrn Benker, der a mit dem Haxn in der Schiene am Sonntag zum Orgel spielen kommt, dem Mesner und dem Hausmeister, die es oft nicht ganz leicht haben, dem Trapsel sen. der sich vehement um die Belange der Pfarrei kümmert, unserer lieben Frau Weiß, dass sie alles so schön sauber hält, den Helferfrauen für ihren beständigen Einsatz.

Ich find, mia san a sehr reiche Gemeinde, nicht nach materiellen Mitteln gemessen, sondern reich beschenkt mit tausenden Stunden an ideellem Einsatz zum Wohl der Gemeinschaft.

Und a für unser Pfarrhaus und seine Bewohner da könn ma recht dankbar sein.

In diesem Sinne wünsch i eich allen no a guate, wenn’s geht net zu stressige Adventszeit, des Wunder der heiligen Nacht und fürs neie Jahr 2007 Gottes Segen und alles des, was sie a jeder von eich selber wünscht. Und wenn`s amal net so guat geh sollt, dann denkts dran, unser Herrgott helft allaweil wieder weiter.

Mit freindlichen Grissen

Euer Wastl

Kirchenmaus daselbst.