Wastl – die Kirchenmaus – schaut zurück
auf das Arbeitsjahr 2005 in unserer Pfarrei!

Wenn sich so ein Jahr von uns verabschiedet, dann werden wir gern ein Bißerl sinnierlich und schauen zurück, was das Jahr für uns gebracht hat.

So ist es mir auch in meinem Kammerl unter dem Beichtstuhl gegangen und i hab mir denkt, des kannt i für eich aufschreibn, damit ihr auch a wengerl Bescheid wissts.

Also, dann geh´ mas o, wia ma bei uns in Bayern sagt:

 

Monat Januar:
Das Jahr hat o`gfangt mit dem Neujahrsempfang des Orgelfördervereines. Mords wichtig ham ses g`habt die Damen und Herren vom Vorstand und neue weiße Stehtisch hams a o`gschafft. Eine kleine Bilderaustellung war vorbereitet und zum trinken hat`s a was gebn!

Da sans dann alle umeinandergestanden und ham diskutiert und sich über die guten Sammelergebnisse gefreut und auf den Bürgermeister gewartet. Endlich is der dann a kemma und hat eine Rede geredet und die anderen a. Am besten hats unser Thomas Schlichting kenna, aber des wiß ma ja ohnehin.

Mitte Januar hat uns dann der Pfarrer Martin Schlachtbauer aus Ecuador besucht. Unter anderem hat er beim Seniorennachmittag von seiner Arbeit erzählt. Ganz warm ham dabei die Augen von de Madel und Buben mit die weißen Haar geleuchtet und i selber war a ganz begeistert. Ja, der Martin ist halt immer noch einer von uns!

 

Monat Februar:
Am 4.2.2005 ham ma Fasching gefeiert. Der Saal war brechend voll wia die sieben Zwerge mit eanan Schneewittchen okemma san. Na ja, schee war die „Armenia“ ja net grad. Krumme Füß und a richtige Löwenmähne hats gehabt und i glab, gschiakelt (geschielt) hats a ein Wenig. Also ia als Zwerg hätt ma für die koan Haxn(Bein) ausgerissen, aber die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Dann kam die Fastenzeit und bei der PGR-Sitzung ist es dann schon ernster zugegangen. Die Frau Scheffler von der Traunreuter Brücke hat uns erzählt, dass eine beachtliche Summe an Spenden eingegangen ist und dass 470 Weihnachtssterne an die Senioren verteilt wurden, die größtenteils die Firma Heidenhain finanziert hat.

Alles in allem eine wahrhaft beachtliche Leistung.

Unser Frau Barbara hat dann reklamiert, dass ma bei der Kreuzwegandacht doch etwas mehr Licht haben sollte. Aber da kennt unser Herr Diakon kein Pardon. „Fasten, hat er gesagt, ist eine finstere Zeit, da braucht ma koa Licht und die Leit solln halt auswendig beten.“

Na ja, ich seh ja im Finstern recht gut, aber was machen die, bei denen das nicht mehr so gut klappt?

Am 26.2. hat dann der Herr Weibischof Dietl 74 Jugendlichen aus unserer Pfarrei die heilige Firmung gespendet und die ganze Gemeinde hat mitgefeiert.

 

Monat März:
Jetzt laufen die Vorbereitungen zum Osterfest auf vollen Touren. Leider liegt überall noch sehr viel Schnee und die Bastelfrauen haben schon Panik wegen ihrer Buschen und Gestecke für den Osterbazar. Dick eingewickelt sans dann in den Wald gegangen und ham trotzdem eine Menge Zweige mitgebracht.

Wie immer, war der Bazar auch dieses Mal ein voller Erfolg und 3020,-- Euros konnten wieder an die Bedürftigen in aller Welt verteilt werden.

Die heilige Osternacht ham ma wunderschön gefeiert und der Herr Mitterreiter hat unseren Chor wieder einmal zu Höchstleistungen angespornt und mir is ganz warm ums Herz geworden, wie in der Kirch dann das Licht anganga is und des Gloria durch den Raum geschallt hat.

Da schnauft ma dann wieder leichter und weiß, dass das Leben weiter geht.

Am 13. März gab es dann das Fastensuppenessen, wo wieder 878,-- Euros erwirtschaftet wurden und die ersten 800 Lose für den Weltjugendtag waren auch verkauft.

Fleißig sans unsere Leut und großzügig auch!

Am 14.3. hat unser Frau Driesler dann ihren 70. Geburtstag gefeiert. Des sieht ihr ja kein Mensch an, dass sie jetzt a schon zu de reiferen Jahrgänge gehört, wenn sie mit ihrem flotten Hütl zum Ambo geht und immer fehlerfrei und stimmlich perfekt die Lesung vorträgt.

 

Monat April:
Unser Campanile trägt einen Trauerflor, denn Papst Johannes Paul der II. ist in die Ewigkeit vorangegangen.

Gespannt schaut die Welt auf die Wahl des neuen Papstes, und wir fiebern mit. Aber bei uns wird auch weiter gearbeitet und diskutiert.

In der Kirchenverwaltung wird das „Problem“ Leiter erörtert. Weil nur eine Leiter vorhanden war, gibt’s immer Streit wer diese zuerst bekommt. Von Herrn Wolf Dieter wird dann das Problem durch die salomonische Aussage „na, dann kaufts halt a zweite Leiter“ zur allgemeinen Zufriedenheit gelöst.

Hausmeister und Mesner führen lebhafte Diskussionen über die Reparatur der Kindergartenspielgeräte.

Einen neuen Papst haben wir auch bekommen und wir Bayern freun uns besonders, dass er einer der unsrigen ist. Sie sagen zwar alle, dass er recht konservativ ist und dass es viel Neues nicht geben wird, aber mir Bayern mögens ja, wenn sich net all zu viel ändert und der Rest der Welt wird damit zufrieden sein müssen!

Am 23.3. ist unser Herr Pfarrer Schlichting dann zum Präses der Kolpingfamilie gewählt worden. 1. Vorsitzender ist der Diakon Helmut Reiter und seine Stellvertreter sind der Dieter Eibl und der Lothar Schindler. Auch der übrige Vorstand hat sich neu formiert, nur die Brigitte Schindler und die Auer Margarete sind ihren Ämtern treu geblieben.

 

Monat Mai:
Langsam rückt der Weltjugendtag immer näher und unseren Herrn Kaplan treibt es mächtig um. An Haufen Lose sind noch zu verkaufen und mit den Quartieren schaut es auch noch nicht besonders gut aus. Jetzt gibt es viele Besprechungen. Ideen werden geboren und wieder verworfen.

Am 4. Mai haben sie dann den neuen Weltladen in der Kantstrasse eröffnet, bei dem mehrere von unseren Mäderln eifrig mit arbeiten. An Haufen Neugierige san kemma und natürlich a Prominenz z.B. der Pfarrer Schlichting, unser Bürgermeister, der Pfarrer Meier von der anderen Fakultät, der Herr Magosch von der KV und natürlich a die Presse.

An recht schönen Imbiss haben sie hergerichtet, aber i hab fast koan Happen erwischt, weil`s alle an solchen Hunger gehabt haben. Beim Einkaufen sind sie dann weniger großzügig gewesen, wia i festgestellt hab.

 

Monat Juni:
Am 21. Juni war dann ein Großereignis angesagt, denn unseren Thomas Schlichting hams zum neuen Dekan gemacht und da war dann die Amtseinführung und der ehemalige Dekan Kopp ist verabschiedet worn!

Mei, war des a Aufregung!! Der Weihbischof Dietl is kemma und vor lauter Pfarrers und Diakone hats gra so gewurlt! Schad wars, dass so wenig Leit in der Kirch warn, denn es ist wirklich feierlich gewesen.

Anschließend hat der neie Dekan dan alle in den Pfarrsaal zum Essn eingeladen.

Wias dann alle gessn und trunka gehabt ham, haben der Bürgermoasta, der Dekanatsratsvorsitzende und der Herr Magosch eine schöne Rede gehalten und dem neuen Dekan eine gute Amtszeit gewünscht.

Vor lauter Aufregung hat die Helga dann die Walze von ihra Drehorgel verwechselt, aber dann ham die zwoa Orgeltanten doch noch ihren richtigen Sound gefunden.

Mit einem Loatawagerl(Leiterwagen) voller guter Wünsche sind die Bastelfrauen kemma und der Helferkreis hat seine Verehrung mit scheene Rosen zum Ausdruck gebracht. A echte Schau war dann unser Thomas als Aloisius mit dem Ruaßgesicht und Goaßhütl. Er war wieder einmal ganz schön hinterkünftig und mir ham unsere Freud daran gehabt!

Ja, a Hund is er scho unser Thomas!

 

Monat Juli:
Im Juli waren die Sommerfeste in unseren Kindergärten. Der Petrus hat alle Wolken vertrieben, es gab etwas Gutes zum Essen und Augen und Ohren wurde allerhand geboten. Ja, sie geben sich wirklich große Mühe unsere Kindergartenleut aus der Dresdner- und Stifterstrasse.

Auch unsere Senioren haben Sommerfest gefeiert und eine ganze Anzahl von Kaffeenachmittagen und Geburtstagsfrühstücke haben unsere Helferfrauen ausgerichtet. Viele Einsätze gibt es das ganze Jahr über, bei denen die Mädels gebraucht werden. Es ist schon gut, dass wir sie haben und wir sind auch recht dankbar dafür.

Am 17. Juli war dann wieder einmal die ganze Gemeinde auf den Beinen, weil wir die Nachprimiz von Herrn Dr. Vogler gefeiert haben.

In seiner Abschiedspredigt hat der Dr. Vogler dann gesagt, dass er mit sehr viel Skepsis zu uns nach Traunreut gekommen ist, was i ja wieder überhaupt net verstehen kann. Aber seine Zierleisten vom Auto ham sie eam dann in München gestohlen, des hat mi dann doch a Bisserl arg gefreut!

Mit Respekt und großer Anerkennung ham mir „Vergelt`s Gott“ zu unserer Blumenfee gesagt. Wenn man sich vorstellt, mehr als 35 Jahre ist sie bei Wind und Wetter in die Kirche geradelt, hat dort im Laufe der Jahre tausende von Blumen arrangiert und so unsere Kirche zu einem wahren Schmuckkastl gemacht. Das ist schon eine riesige Leistung!

Der Mozart und der Mendelsohn sind beim Brunnenhofkonzert am 22.7. zu Ehren gekommen. Es war zwar schönes Wetter, aber der Ostwind hat recht kalt um die Ecken geblasen. Aber die Musiker haben so schön gespielt, dass es den Zuschauern ganz warm geworden ist.

Und da soll mir noch einmal jemand sagen, dass sich bei uns nix rührt!

 

Monat August:
Im August ist es in der Pfarrei wie üblich recht stad, denn die geistlichen Herren gehen wechselweise in den wohlverdienten Urlaub. Dieses Mal hat der Kaplan Dr. Vogler – unser Neupriester – die Stellung gehalten und er hat seine Sache recht gut gemacht.

Mitte August ist dann auch in unserer Pfarrei das Weltjugendtagsfieber ausgebrochen und hat unseren Herrn Kaplan Armin Thaller ganz schön durcheinandergebeutelt.

17 nette Mädel san angekommen und, es ist fast nicht zum glauben, er ist zum Gentleman geworden. Sogar auf Englisch hat er zu ihnen Grüß Gott g`sagt – auf Deutsch vergisst er das manchmal – und total charmant is er gewesen!

Die Frau Scheffler hat mit den Maderln Marmelade gekocht und Karten gebastelt und a sonst hat es noch allerhand Aktionen gegeben. Und i glab, im Ganzen war es eine gelungene Sache.

Die Mädels im Pfarrbüro haben sich im Dienst abgewechselt, nur die Susi war nach Teneriffa entschwunden.

Mit dem Zeltlager hat unsere Jugend richtiges Pech gehabt, denn der Petrus war ziemlich oft mit der Gießkanne unterwegs.

In Babensham san sie gewesen und trotz des von Mäusen unterhöhlten Bodens und dem eigenen Flusslauf durch das Zelt war es für die meisten ein zünftiges Erlebnis.

 

Monat September:
Im September ist bei uns in der Pfarrei ein neues Gesicht aufgetaucht. Jorge Gonzalez-Carill heißt er und er möchte Pfarrer wern.

Derzeit is er no a wengerl schüchtern und net recht gesprächig. Aber ich glaub, er hat es faustdick hinter den Ohren, denn er schmunzelt manchmal so hinterkünftig.

Bei der ersten Bergmesse war er dann auch gleich verschollen. Wie er wieder aufgetaucht ist, ham ma festgestellt, dass er mit der falschen Gruppe mitgegangen ist. Die haben aber auch eine Messe gefeiert und so war er letzten Endes doch an der richtigen Stelle.

Aber ich bin mir sicher, dass unser Speedy (des is sei Spitznama) a noch lernt, zu welchem Haufen er gehört.

In der Kirchenverwaltungssitzung hat der Herr Grill ein neues Notebook beantragt, weil auf dem alten nach seiner Meinung nur der schmalbrüstige Kirchenpfleger schreiben kann. Bekommen hat er keines, Sir Thomas hat ihm vielmehr eine Diät verordnet, denn die kostet der Kirch nix, die muss er selbst bezahlen!

Am 16.9. haben wir dann den 50. Geburtstag von unserem Diakon Reiter gefeiert. Bei der gemeinsamen Andacht in der Kirche hat der gute Reitersmann vor lauter Rührung einen Knödel im Hals gehabt und auch uns alle wars recht feierlich zu Mute.

Zwei Tage später ham ma dann des Orgelfest mit der ganzen Pfarrgemeinde gefeiert.

Dabei ham die Manner von der KV ganz schön hinter ihre Biertragerl mit de Zähn geklappert, denn der Ostwind war wieder einmal ziemlich scharf unterwegs. Trotzdem san relativ viele Leut gekommen und haben sich die guten Sachen von den Köchinnen aus dem Kindergarten Stifterstrasse und vom Koch Helmut Kauer schmecken lassen.

Auch unsere Kuchenspenderinnen war wieder einmal sehr fleißig und der Kaffee war ausgezeichnet.

Im Keller hat der Thomas mit dem Jocher Orgelpfeifen verkauft und wenn der Thomas aus dem Keller aufgetaucht ist, hat er bis über beide Ohren gegrinst, was bei ihm immer auf ein gutes Geschäft schließen lässt.

 

Monat Oktober:
Unsere alte Orgel ist jetzt endgültig abmontiert und zur Überbrückung bis die neue kommt, steht eine kleinere Leihgabe vom Jocher im Kirchenschiff. Seitdem spielt unser Kirchenmusiker so einen flotten Sound, dass wir beim Singen mit dem Schnaufen nimmer hinterherkommen. Meistens ist er schon 2 Takte vor uns mit dem jeweiligen Lied fertig.

Die Bastelfrauen haben den Kirchenschmuck offiziell übernommen und machen ihre Sache recht gut.

Langsam fällt das Laub wieder von den Bäumen runter des wirft für unseren Hausmeister – den Altmann Schorschi – einige Probleme auf, denn er muss net nur das Kirchenlaub wegräumen, sondern auch das Stadtlaub! Aber vielleicht könnt ma amoi beim Petrus vorsprechen, dass seine Engerl des Stadtlaub rot anstreichen, dass ma de Sache besser trennen kann.

Überhaupt hat er es net so leicht unser Hausmeister! Der Kirchenpfleger hat ihm einen Arbeitsplan ausgearbeitet, zu dessen Bewältigung er mindestens einen Mercedes Kombi bräuchte.

Neulich bin i mit dem Auto von Traunstein gekommen, in Oderberg eine lange Schlange von Fahrzeugen, und wer ist an der Spitze? Unser Hausmeister mit seinem Duckelbulldog!

Ja mei, es geht einfach net schneller!

Am 19.10. kamen die Kirchenverwaltung und der Pfarrgemeinderat zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen. Den Kirchenpfleger freuts, dass der Haushalt ziemlich ausgeglichen ist und dass auch beim Kirchgeld wieder so viel eingegangen ist, wie im vergangenen Jahr.

Unsere Frau Scheffler ist Nachfolgerin vom Herrn Magosch im Caritaskomitee geworden. Jetzt hat sie wieder mehr Arbeit, aber es scheint ihr Freude zu machen.

 

Monat November:
Der Goldene Oktober hat sich verabschiedet und allmählich denkt alles schon an die bevorstehende Adventszeit. Die Tage sind ziemlich grau und trübe und i bleib gern hinter dem Ofen in meiner warmen Stube sitzen.

Bei den Bastelfrauen bricht jetzt das jährliche Bazarfieber aus. Die Männer von den Madeln müssen sich jetzt größtenteils mit einem Butterbrot zum Mittagessen abfinden und brummen manchmal ganz schön umananda. Aber die Damen lassen sich nicht beirren und 14 Tage vor dem Bazar gleicht der Pfarrsaal einer kleinen Fabrik. Da wird gelötet, gebunden, geschnitten und geklebt. Die Hände werden rissig und von den gepflegten Fingernägeln muss man sich verabschieden. Füße und Rücken tun ganz schön weh, aber trotzdem hört man sie bei der Arbeit lachen.

Einer, der den Bastelfrauen und dem Pfarrteam immer fleißig zur Hand geht, das ist der Herr Seehuber. Und das alles zum Nulltarif, versteht sich!

Am 26. und 27.11. war es dann so weit. Der Weihnachtsbazar ist eröffnet und die Geschäfte laufen ausgezeichnet.

Die Helferfrauen sorgen für einen guten Kaffee und die Kuchenspenderinnen bringen recht fleißig ihre Gaben.

Die Damen vom Helferkreis san allerdings a Wengerl skeptisch, dass nicht genug Kuchen zusammen kommen für die vielen Gäste. Aber die Margarete ist zuversichtlich und behält recht, denn die Kuchen-spenderinnen lassen uns nicht im Stich.

Allerdings hat sie dabei ihre Rechnung ohne den Thomas gemacht!

Am zweiten Bazartag gegen fünf Uhr, wie schon ziemlich alles ausverkauft ist, kommen auf einmal 50 Musiker und Sänger in den Pfarrsaal. Alle nach der Musikprobe in der Kirche ziemlich unterkühlt und ausgehungert.

„Der Herr Pfarrer schickt sie und sie bekommen alle Kaffee und Kuchen!“

Bei der Margarete steigt der Blutdruck und ich glaub´, wenn der Thomas jetzt in der Nähe gewesen wäre, dann hätt sie ihm den Kragen umgedreht.

Der kommt dann strahlend nach einer Zeit daher und aus den Augen der Margarete schießt der Blitz.

Aber der Thomas weiß sich zu helfen! Der holt an Schnaps aus seinem Vorrat und wassert die Musikanten damit ein. Denen wird warm und die Wogen sind geglättet. Der Thomas schmunzelt und die Margarete kapituliert, denn eigentlich kann sie dem Buam net bös sein.

 

Monat Dezember:
Und dann ist es Dezember geworden. Kurzfristig versinkt Traunreut im Schnee, der sich aber wieder verabschiedet und einem ziemlich greisligen Schlabberwetter Platz macht.

Am 3.12. feiert die Kolpingfamilie ihren Gedenktag. Beim gemütlichen Beisammensein im Pfarrheim wird der ehemalige Vorsitzende Herr Biermaier mit der Kolpingverdienstmedaillie geehrt.

Unsere beiden Musikgenies Mitterreiter und Schlichting verwöhnen die Anwesenden mit einem stilvollen Konzert und Pfarrer Schlichting erzählt von einem bejahrten Schokoladennikolaus, den er aus einer Ramschschublade ausgräbt. „Was wäre, wenn Weihnachten einmal anders gefeiert würde?“ Am Ende ist es doch vernünftig, alles so zu lassen wie bisher.

Für unsere Senioren kommt der hl. Nikolaus am 6.12. und hinter dem Rauschbart versteckt sich dieses Mal unser Priesteramtsanwärter Gonzales, der seine Aufgabe sehr gut bewältigt.

Die Frau Mitterreiter und ihre Sing- und Spielgruppe lässt die Senioren wieder jung werden. Die Augen glänzen und die Bäckchen glühen und für eine kurze Zeit wird die längst vergangene Kinderzeit wieder lebendig und der Zauber der Weihnacht hält Einzug in den Herzen.

Prachtvoll ist unsere Kirche dann zum 24.12. geschmückt und wir feiern zusammen Weihnachten. Leise verabschiedet sich das Jahr 2005 und lässt uns wehmütig auf vergangenes zurückschauen. Aber das Christkindl in der Krippe macht uns froh und hoffnungsvoll auf die großen und kleinen Ereignisse, die uns im neuen Jahr erwarten.

 

In dem Sinn wünsch i Euch allen Gottes Segen und a guate Zeit.

Herzlichst

Euer Wastl – Kirchenmaus daselbst