Des war a Fest der Superlative !!!!!

Aber die „Begegnung“, die hab i vermisst!

Wastl zieht Bilanz nach dem Integrationsfest im katholischen Pfarrsaal am 20.10.2007.

Bei meinem Rundgang im Pfarrhof da hab i scho gemerkt, dass heit a besonderer Tag is, denn da Bürgermeister und seine Gattin, de Frau dritte Bürgermeisterin Hübner und an Haufen Leit und Kinder san in den Pfarrsaal ganga!

Neugierig wie i nun einmal bin, hab i einigschaut. Mei, is da zuganga!! Grad gewurlt hats vor lauter Gäste und i hab obacht geben müssen, dass mi koana datrett (zertritt).

Die Frau Scheffler von unserer Brücke und die Frau Kopp vom Heimathaus hatten zu einem Begegnungsfest eingeladen und da diese Veranstaltung scho einen legendären Ruf hat, san so viele Leit kemma.

Und dann ist es losgegangen! Unser Herr Pfarrer Schlichting hat mit vui Charm und Witz durchs Programm geführt und a da Bürgermeister hat de Gäste begrüßt.

Die Chorgruppe „Hoffnung“ hat mit ihren schönen Stimmen den Reigen eröffnet. Von einem Hausierer ham`s gesungen und von oana Goas (Ziege) und einem Gockel. Kloane Maderl ham mit de „Wanzen“ getanzt und die Singgruppe „Pisa-Studie“ hat uns mit Lieder wie „Kein schöner Land“ und „Nun Brüder eine gute Nacht“, an früher erinnert. Die „Cheeky girls“ san temperamentvoll übers Parkett gehupft und bei der Tanzgruppe „Ethno“ und den „Hip-Hopp-Tänzern“ vom TUS da ham dann die Kulissen gewackelt.

Beim Tanz „Leidenschaft“ hot so mancher von de anwesenden Herren seine Eigerl(Augen) mächtig aufgerissen und a wengerl unrhig san`s a worn die späten Knaben.

Schad war es nur, dass bei den staden(ruhigen) Beiträgen die Leit einfach ihren Rand(Mund) net halten ham kenna, sodass so manche gute Pointe untergegangen ist.

Warm ums Herz is ma dann beim Auftreten der Traunwalchner Kindertrachtengruppe geworden! Mei, da hab i halt wieder gemerkt, dass i a Bayer bin und des mit Leib und Seele.

Die Helga und die Margarete mit der Drehorgel ham dann a einen kleinen Beitrag bracht. Bei dem Refrain hätten alle mitsingen sollen. Aber trotz aufgelegter Handzettel hast nur aus den Reihen der „Ureinwohner“ was gehört. Ja, Völkerverständigung ist eben gar nicht so leicht!

Gegiftet ham sie, die zwoa Drehorgelsängerinnen auch, weil die Frau Mix von der Zeitung zu ihrer Drehorgel „Leierkasten“ gesagt hat. Aber des darf ma net so ernst nemma, denn was woas denn scho a Preiß!!!!

In der Pause wollt ich mir vom Buffet was holen, aber das war zu diesem Zeitpunkt scho fast ganz abgeräumt. Bloß a großer Saukopf (Schweinskopf) hat mi ganz furchterregend angegrinst und da hab i mich lieber verdruckt (verzogen).

Klassisch und modern is es dann mit dem Duo der Musikschule geworden und der Abschlussgottesdienst in unserer Kirch war ein würdiger Ausklang für den ereignisreichen Nachmittag.

Fazit: Für a echte Begegnung der Nationen war eigentlich nicht viel Zeit. Aber die Damen Scheffler und Kopp  mit ihren Helfern haben mit viel Mühe und Einsatz sicher dazu beigetragen, dass wir ein Bisserl näher zusammengerückt sind und dass der Respekt vor Brauchtum und Leistung des jeweils anderen gewachsen ist.

 

Doch alle sind sich darin einig, Traunreut, das ist unsere Stadt!

Im Chiemgau, da gibt es ein Städtchen,

nicht groß, aber äußerst modern.

Die Menschen, die hier in ihm leben,

zu vielen Nationen gehör`n.

 

Refrain: Doch alle sind sich darin einig,

Traunreut, das ist unsere Stadt.

Hier fühlen wir uns zu Hause,

unser Leben, das spielt sich hier ab.

Hier wird bei Siemens geschuftet,

und natürlich bei Heidenhain.

Doch bei Dienstschluss da geht es nach Hause,

und wo kann es schöner denn sein!

 

Aus Russland, Rumänien, Kroatien,

von überall kamen sie her.

Sie mussten die Heimat verlassen,

und sicher war der Abschied oft schwer.

 

Schwer war es die Sprache zu lernen,

auch Arbeit zu finden nicht leicht.

Doch mit jedem Jahr wurde es besser,

und man hat so manches erreicht.

 

Den Kindern die nun hier geboren,

erzählt man vom Heimatland.

Die Sehnsucht, sie wird immer bleiben,

die sie mit den Wurzeln verband.

 

Sicher gibt es auch manche Probleme,

und Kämpfe sind oft zu bestehn.

Da hilft dann schon manchmal ein Lächeln,

und gleich ist die Welt wieder schön!

 

Eines der Probleme heißt Sprache,

denn Deutsch , das ist wirklich nicht leicht.

So kommt`s dass das Ohr unserer Bayern,

oft nur fremde Laute erreicht.

 

Der Bayer muss sich dann sehr giften,

weil er so gleich gar nichts versteht.

Manchmal kann man es ihm nicht verdenken,

wenn vor Ärger die Lust ihm vergeht.

 

Doch eines muss dem Bayern man lassen,

er ist immer recht tolerant.

Und wenn er merkt den guten Willen,

so gibt er versöhnlich die Hand.

 

So woll`n wir einander begegnen,

mit Toleranz, Güte, Verstehn,

dann wird unser Städtchen uns Heimat,

in dem wir einander gern sehn!

 

Margarete Auer