Der Himmel weiß/blau und so viele Leut´..........!

Wastels Gedanken zum Fronleichnamsfest.

Herrlich war`s wieder, unsere Fronleichnamsprozession!

Vom wolkenlosen Himmel hat die Sonn gestrahlt wia da Pater Augustin zusammen mit unserem Herrn Pfarrer Schlichting, dem Diakon Reiter und dem Kaplan Gonzalez Carril unseren Heiland in der Monstranz durch die Stadt getragen hat. Vorher ham ma in unserer festlich geschmückten Kirch - die bis auf den letzten Platz besetzt war - ein feierliches Hochamt gefeiert. Organist und Chor ham sich selber übertroffen, so guat haben sie gesungen und gespielt.

Aber bei aller Festlichkeit hab i dran denken müssen, wie viel Arbeit eigentlich dahinter steckt, bevor so ein schöner Tag begangen werden kann.

Zuerst ham sich die Organisatoren und Ordner zusammengesetzt und überlegt, welchen Weg der Fronleichnamszug nehmen soll und wo die Altäre aufgestellt werden müssen.

Unsere Kirchenschmückerinnen haben darüber diskutiert, wie sie alles am Besten herrichten können und ob auch genügend Blumen aus den Gärten gespendet werden, denn es soll halt immer schön und preiswert sein! Da drauf legt unser Pfarrer an großen Wert.

Der Altmann Schorsch hat beim Schroll Sepp in Oberwalchen nachgefragt, ob er a paar junge Birkenbam(Birkenbäume) übrig hätt´ und is dann glei mit oana ganzen Anhängerladung daher kemma. Vom Schorsch hast vor lauter Birkan nix mehr g`sehn.

Am Tag vor dem Fest san dann a Haufa Blümerl vor der Sakristei abgegeben worden und unser Thomas hat wieder amoi bis zu de Ohrwaschel gestrahlt, weil er sich auf seine Leit halt unbedingt verlassen kann.

Jetzt is die Arbeit richtig losgegangen! Kranzl warn zum Binden für die Tragstangen und die Kirchenbänke. An Haufen schöne Gestecke warn zum richten und die Blumenampeln im Kirchenschiff mussten aufgehängt werden. Der Mesner Schreckenbauer hat die Fahnen hergerichtet und der Altmann Schorsch war der Mann für alle Fälle. Er hat alle Sachen dahergeschleppt, die gebraucht worden sind.

Im Pfarrsaal ham a paar von de Mädels für das Fronleichnamsfrühstück eingedeckt.

Die Arbeitsgruppe von der Kolpingfamilie, vom Kindergottesdienstkreis und der Pfarrjugend hat am Fronleichnamstag dann recht früh aufstehn müssen, damit die Altäre am Prozessionsweg rechtzeitig fertig geworden sind. Aber alle ham eana Sach ausgezeichnet gemacht und es ist wieder ein wunderschönes Fest geworden unserem Herrgott zur Ehre.

Gegen Mittag war`s dann wieder stad(still) in unserer Kirche. Der Weihrauchduft is noch im Raum gewesen und ich hab mich in die erste Bank gesetzt und in aller Ruhe den herrlichen Blumenschmuck bewundert.

Friedvoll und dankbar war mir zu Mute und i hab wieder einmal gedacht, dass ich froh darüber bin, dass ich in dieser Kirche daheim sein darf.

Margarete Auer.