„Da bekommt man direkt eine Gänsehaut"

Traunreuter Ministranten besuchen Rom - Generalaudienz beim Papst

 

Traunreut/Rom (mix). Für 13 Traunreuter Ministranten ging in den Osterferien ein großer Wunsch in Erfüllung: sie reisten nach Rom und lernten die Heilige Stadt kennen. Neben vielen anderen beeindruckenden Erlebnissen war für die Buben und Mädchen besonders die Audienz des neuen Papstes Franziskus ein Höhepunkt dieser Reise.


Die Traunreuter Ministranten mit ihren Begleitern im Eingangsbereich des Pantheon in Rom.

„Es war einfach toll", sind sich die drei Oberministranten Alexandra Schneider, Jessica Dopler und Sebastian Rost einig und sprechen damit im Namen aller Reiseteilnehmer. Besonders bewegend sei für sie die Generalaudienz beim neuen Papst gewesen, der völlig unerwartet ganz nah an ihrer Gruppe vorbei kam. „Da bekommt man direkt Gänsehaut", stellten die drei fest. Den Jugendlichen fiel auf, dass Papst Franziskus den direkten Kontakt suchte, beinah bei jedem Kleinkind kurz stehen blieb, es auf den Arm nahm und segnete.

Begleitet wurden die Ministranten aus Traunreut von Pfarrer Thomas Tauchert und Pfarrgemeinderatsmitglied Alexander Dopler. Der Traunreuter Pfarrer kennt Rom schon von früheren Reisen her und konnte den Ministranten einiges Interessantes in der Stadt zeigen. Schon im Vorfeld bereiteten die Jugendlichen sich darauf vor, indem jeder und jede von ihnen eine Sehenswürdigkeit auswählte und darüber ein Kurzreferat verfasste. In Rom fungierte somit jeder Teilnehmer einmal als Reiseführer und berichtete den übrigen, was es über die einzelnen Orte Interessantes zu wissen gibt. Das antike Rom mit Colosseum, Forum Romanum, Circus Maximus und mehr stand an einem Tag auf dem Programm. Der Vatikan, die Vatikanischen Gärten, Petersdom und ein Aufstieg in die Kuppel, wo man einen gewaltigen Überblick über die Stadt hat, füllte einen weiteren Tag. Verschiedene Kirchen in der Stadt wurden besichtigt und auch zum Shoppen blieb noch Zeit. In einer kleinen Seitenkapelle der Kirche Santa Maria Maggiore hielt Pfarrer Tauchert sogar für seine kleine Gruppe einen eigenen Gottesdienst.

Großen Spaß hatten die Buben und Mädchen am Trevi-Brunnen, wo sie obligatorisch eine Münze ins Wasser warfen, um wieder nach Rom zurückzukehren, am Bocca della Verità (Mund der Wahrheit), wo die offenbar ehrlichen Traunreuter alle ihre Hand unbeschadet wieder herausholten, und bei den gemütlichen Pausen mit mitgebrachten Lunchpaketen, einmal mitten auf dem Petersplatz oder auf der sonnigen Spanischen Treppe. Rein zufällig traf die Gruppe aus Traunreut in Rom auch auf den früheren Kaplan Philipp Kielbassa.

Einen Teil des Geldes, das sie für die Romfahrt brauchten, sammelten die Ministranten schon im Vorfeld, indem sie an zwei Sonntagen nach den Gottesdiensten Kuchen verkauften. Zuschüsse erhielt die Gruppe zudem von den Bastelfrauen, der Kolpingfamilie und von der Pfarrei. Bei allen großzügigen Spendern wollen sich die Ministranten beim Nachtreffen zur Romreise am 1. Mai um 19 Uhr im Pfarrsaal bedanken, wozu jeder Interessierte herzlich eingeladen ist.